Ausgangsbeschränkungen120 Übertretungen am ersten Tag bei 2G-Polizeikontrollen

Seit Montag kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Ausgangssperren für Ungeimpfte und Nicht-Genesene. Am ersten Tag wurden österreichweit 15.000 Menschen kontrolliert, dabei gab es 120 Übertretungen.

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In der Shopping City Süd fand eine der ersten Schwerpunktkontrollen statt.
In der Shopping City Süd fand eine der ersten Schwerpunktkontrollen statt. © APA/Hans Punz
 

Die österreichische Bevölkerung hat am ersten Tag der Kontrollen zum Lockdown der Ungeimpften durch die Polizei großes Verständnis gezeigt. Von den Ausgangsbeschränkungen sind nämlich Personen, die weder über ein gültiges Impfzertifikat verfügen noch nachweisen können, in den letzten 180 Tagen eine Corona-Infektion überwunden zu haben, betroffen. Während vor Impfstationen lange Schlangen entstehen, wurden am ersten Tag  15.000 Menschen kontrolliert. Dabei gab es laut Innenministerium 120 Übertretungen.

Wer keinen Nachweis zur Impfung oder Genesung vorzeigen kann, erhält entweder eine Anzeige oder es wird ein Organmandat in der Höhe von 90 Euro ausgestellt. Der Strafrahmen bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen oder Nicht-Mitwirken an Kontrollen reicht bis zu 1.450 Euro. Kunden, die sich nicht an die 2G-Regel halten, müssen bis zu 500 Euro Strafe zahlen, Arbeitnehmer, die gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz verstoßen ebenso. Bei den Kontrollen am Montag gab es neben den Übertretungen auch zahlreiche Menschen, die ermahnt und auf ihr Fehlverhalten hingewiesen wurden.

Schwerpunktaktionen neben normalen Kontrollen

Zum Vergleich: Am Montag wurden genauso viele Kontrollen im gesamten Bundesgebiet durchgeführt wie in der gesamten vergangenen Woche. Bei jeder Amtshandlung wird auch ein 2G-Check durchgeführt. Zusätzlich gibt es Schwerpunktaktionen der Bereitschaftseinheiten, der Landeskriminalämter sowie spezialisierte Streifen gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden in den Bezirken. Dabei legt man den Fokus auf besonders stark frequentierte Orte bzw. Straßen. Gastronomiebetriebe- und unternehmen werden ebenso in die Kontrollen miteinbezogen.

Eine dieser Schwerpunktaktionen wurde in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf durchgeführt. "Die Leute sind sehr gut vorbereitet und haben Verständnis", berichtete Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Eine Person wurde abgemahnt, weil sie keinen Impfnachweis dabeihatte. Dieser muss nun nachgeliefert werden. Anzeigen gab es keine.

"Durch die zusätzlichen Streifen und den in ganz Österreich bestehenden Bereitschaftseinheiten kann eine hohe Kontrolldichte gewährleistet werden. Diese engmaschigen Maßnahmen werden wir fortsetzen", so der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf. "Die Polizistinnen und Polizisten leisten herausragende Arbeit und nehmen die wohl undankbare - aber wichtige - Aufgabe der Kontrollen im öffentlichen Raum wahr", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). "Das ist ein schwerer Dienst. Der Kontrolldruck wurde massiv verstärkt, und das wird auch in den nächsten Tagen so weitergehen."

Kommentare (5)
UHBP
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Dabei legt man den Fokus auf besonders stark frequentierte Orte bzw. Straßen.

STRAßEN! Super, dort zu kontrollieren wo eh jeder sein darf. Würde mich nicht wundern, wenn diese schw... Anordnung von ganz, ganz oben gekommen ist.

Miraculix11
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15.000 Menschen kontrolliert

Das sind 0,03% aller Erwachsenen :-)

Ragnar Lodbrok
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120?

120 sind erwischt worden. Nich erwischt wurden ca 1,2 Mio..

hansi01
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Stellt euch das einmal vor!

120 Übertretungen an einem einzigen Tag. Und das in ganz Österreich. Viel Kosten, null Nutzung.

lamagra
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Sorry, fangen wir jetzt hier auch schon so an wie beim Revolverblatt Namens Kro**Zeit***?

Überschirft: " 120 Übertretungen am ersten Tag"
Im Text dann: bei 15.000 Kontrollen! Das sind 0.8% aller Kontrollen.
Und das in Zeiten, in denen wir wiedermal das Bundesheer als Assistenz für den Grenzschutz brauch, weil wir dafür 'nicht genügend Einsatzkräfte' der Exekutive zu Verfügung haben!