Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Für Über-ZehnjährigeEltern fordern Ende des Schichtbetriebs

Bei Öffnungsschritten in Kultur, Sport, Gastro und Tourismus auch Rückkehr der Über-Zehnjährigen in den Vollbetrieb .

© APA/dpa/Sven Hoppe
 

Die Bundesregierung hat für Mai Öffnungsschritte in Kultur, Sport, Gastronomie und Tourismus angekündigt. Der Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen (BEV) pocht nun darauf, dass dies auch das Ende des Schichtbetriebs bedeuten muss. "Wir brauchen wieder fünf Tage Präsenzunterricht und Freizeitangebote für Jugendliche", fordert BEV-Sprecher Christoph Drexler. Es sei eine "gesellschaftliche Notwendigkeit", dass die Schulen als erstes geöffnet werden.

Derzeit gibt es nur an den Volksschulen an fünf Tagen pro Woche Unterricht im Klassenzimmer, alle älteren Schüler haben Schichtbetrieb. Sie sind in der Regel an zwei Tagen pro Woche in der Schule, an den übrigen seien sie mit "unbegleiteten Arbeitsaufträgen sowie digitalem oder hybridem Unterricht sehr unterschiedlicher Qualität konfrontiert", heißt es in der Aussendung. Der monatelange Ausnahmezustand habe Spuren hinterlassen: "Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erleben derzeit einen massiven Bildungsverlust gepaart mit sozialer Isolation und Verboten rund um die Uhr", so Drexler. Sie seien massiv psychisch belastet, die Motivation sei im Sinkflug.

Die Elternvertreter fordern, die Schule stattdessen "als starken Partner im Kampf gegen die Pandemie zu verstehen". Durch drei Tests pro Woche wäre im Vollbetrieb durch die indirekte Einbeziehung der Haushaltsangehörigen der Schüler ein regelmäßiges Screening von fast einem Drittel der Bevölkerung möglich, so ihr Argument. In Kombination mit den Impfungen der Lehrer und Hygienekonzepten sei Schule im Vergleich zu anderen stark frequentierten Bereichen des öffentlichen Lebens ein sicherer Ort.

Öffnungsschritte ohne eine Umstellung des Schulbetriebs würden außerdem in jenen Bereichen, die nun geöffnet werden sollen, beträchtliche Schwierigkeiten nach sich ziehen, warnen sie. Immerhin seien Berufstätige ja oft gleichzeitig Eltern mit Betreuungspflichten.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Dissentio
1
4
Lesenswert?

Das befürworte ich gerne,

...aber nur, sofern alle impfwilligen LehrerInnen zum Zeitpunkt auch tatsächlich FERTIG geimpft (d.h. 7 Tage nach der letzten Impfdosis) sind!!!!

Und DAS dauert in Kärtnen noch MINDESTENS drei oder vier Wochen.............

DavidgegenGoliath
1
1
Lesenswert?

@Dis

Was hat das mit der Impfung zu tun? Kinder haben ein Recht auf Bildung!

Dissentio
0
1
Lesenswert?

Werter DavidGegenGoliath

solange das GESAMTE Lehrpersonal nicht zumindest die Grundimmunisierung durch eine erste Impfdosis erhalten hat (was in den nächsten 10 Tagen hoffentlich endlich der Fall sein wird), ist - meiner Meinung nach - die Ansteckungsgefahr unter den Kindern sowie von Kind zu Lehrperson (und vice versa) zu hoch, als das man ganzen Klassen wieder in den Unterricht lässt! Bei den aktuellen Inzidenzen in Kärnten sowie Lockerungen bei Sport (bspw. bei mir im Ort spielen viele Kinder unterschiedlicher Haushalte + Wohnorte ! miteinander, v.a. auch Fußball inkl. engerem Kontakt!)

Recht auf Bildung: ja findet Bildung im Schichtbetrieb denn KEINE statt???? Klar, nicht im gewünschten Ausmaß, aber noch immer besser, als ausschließliches Distance Learning.... das ist nun einmal der Kompromiss Bildung+Sport.....

Und Lehrpersonal hat meiner Meinung nach genauso ein Recht auf bestmöglichen Schutz vor einer Ansteckung und hier ist einfach Tatsache, dass diese Berufsgruppe im Plan enfach zu weit nach hinten gereiht wurde schuld, dass wir noch ein paar Wochen aushalten müssen....

Mit dem neuen Gesundheitsminister kommt Distance Learning schneller als uns lieb ist, wenn die Rahmenbedingen (noch) nicht passen.... daher: nochmal ein paar Wochen durchhalten, dafür bis Schulschluss dann garantierter Normalbetrieb!

LG