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Commerzialbank-U-AusschussMartin Pucher darf 45 Minuten lang befragt werden

Der ehemalige Chef der burgenländischen Skandal-Bank Commerzialbank Pucher soll am 3. Februar befragt werden - für 45 Minuten. Die an ihn gerichteten Fragen sollen im Vorhinein bekannt gegeben werden.

 

Der ehemalige Chef der Commerzialbank Martin Pucher wird dem Untersuchungsausschuss - zunächst - für 45 Minuten zur Verfügung stehen. Eine Befragung Puchers als Auskunftsperson sei möglich, vorausgesetzt, die aus medizinischer Sicht notwendigen Maßnahmen werden eingehalten, heißt es in dem der APA vorliegenden Gutachten. Pucher hatte in der Vergangenheit zwei Schlaganfälle erlitten und war einer Ladung in den U-Ausschuss aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht nachgekommen.

Die für die Befragung notwendigen Maßnahmen führte der Gutachter, der Grazer Arzt Manfred Walzl, in seiner Stellungnahme aus: Die maximale Befragungszeit Puchers soll "nicht wesentlich länger als 45 Minuten" dauern, da sonst keine ausreichende Konzentrationsfähigkeit mehr gegeben sein werde. Die an ihn gerichteten Fragen sollen im Vorhinein bekannt gegeben werden und während der Befragung müsse ein Arzt anwesend sein. Falls mehrere Befragungen vorgesehen sind, sollten vier bis fünf Tage dazwischen liegen.

Anfang November des Vorjahres hatte Puchers Rechtsvertreter dem U-Ausschuss mitgeteilt, dass seinem Mandanten aufgrund seiner Vorerkrankung und seines klinisch-neurologischen Status aus neurologischer Sicht dringend von einer Teilnahme am Untersuchungsausschuss abgeraten werde. Gegenüber dem vom Burgenländischen Landtag beauftragten Gutachter Walzl erklärte Pucher nun, dass er unter den Folgen des Schlaganfalls leidet und sich nur schwer konzentrieren kann.

Der frühere Bankdirektor gibt aber auch an, zu seiner Verantwortung zu stehen und im U-Ausschuss aussagen zu wollen. Dies könne aber nur zeitlich eingeschränkt stattfinden.

Im Gutachten wird daher festgehalten, dass Pucher zu den vorgeworfenen Handlungen stehe. Er sei "reuig und bereit, alle gewünschten Auskünfte" zu geben - auch gegenüber dem Untersuchungsausschuss. Aus gutachterlicher Sicht sei daher eine Befragung als Auskunftsperson möglich, vorausgesetzt dass die aus medizinischer Sicht notwendigen Maßnahmen getroffen und eingehalten werden.

Die Ausschussvorsitzende, Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ), hatte den Abgeordneten am Donnerstagabend das Ergebnis aus Puchers Gutachten mitgeteilt. In weiterer Folge wurde dann auch seine Ladung für den 3. Februar beschlossen. 

Kommentare (4)
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joschi41
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Parallelfall

Es gibt noch einen Schwerkranken, der unbehelligt seinen Ruhestand lebt: Herr PLECH. So oder so ähnlich wird es bei Pucher auch ablaufen: nicht belastbar, nicht verhandlungsfähig, aber kooperativ und das bis zum St. Nimmerleinstag, was heißt es kommt zu keinem Urteil.

calcit
1
9
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Jahrelang ist man gesund genug um eine Bank (mutmaßlich)...

...in den Untergang zu führen. Und wenn´s dann hart auf hart kommt und vor dem STA und Richter Rede und Antwort geben muss ist man plötzlich krank genug...

haumioh
1
4
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zuerst Befragung..............

und dann gleich ab in die Zelle

Mezgolits
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8
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"Wir waren Dorfleute und hatten keine spezielle Ausbildung im

Bankenbereich", sagte der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende. - Vielen Dank - ich meine:
Aber für monatlich 3.000 EUro brutto, war er ausreichend ausgebildet. Erf. StM