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Vieraugenprinzip versagteBestatter ließ falsche Leiche einäschern

Ein Bestatter aus dem Bezirk Korneuburg hat die falsche Leiche aus dem Landesklinikum Mistelbach abgeholt und einäschern lassen.

Sujetbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

 Als ein anderer Bestatter vergangene Woche den Verstorbenen abholen wollte, bemerkten die Mitarbeiter der Pathologie, dass dieser nicht mehr da war, bestätigte Rainer Wernhart, Sprecher der Bestatterinnung, am Donnerstag Medienberichte. Es stellte sich heraus, dass der Tote bereits eingeäschert worden war.

Bei der Übergabe einer Leiche galt laut Sprecher ein Vieraugenprinzip, bei der sowohl Prosektur als auch Bestatter Hand- und Fußzettel mit Namen und Geburtsdatum der verstorbenen Person kontrollierten. Weil Mitarbeiter von Bestattungsunternehmen die Spitäler wegen des Coronavirus aktuell nicht betreten dürften, finde dies jedoch nicht mehr gemeinsam statt. Der Leichnam werde stattdessen durch eine Schleuse übergeben. "Beide Instanzen müssen sich versichern, dass sich die richtige Person im Sarg befindet", so Wernhart. Die konkrete Übergabe mache jedes Krankenhaus "ein bisschen anders".

Angehörigen werden psychologisch betreut

Die Angehörigen des fälschlicherweise eingeäscherten Verstorbenen wurde psychologisch betreut, berichtete der Sprecher. Die Urne sei beigesetzt worden. Das Spital habe bereits den Hinterbliebenen "tiefes Bedauern und Beileid" ausgesprochen, berichteten Medien.

Kommentare (5)
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Alfa166
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Tot ist tot und Bestattung ist Bestattung.

Verstehe die Aufregung nicht und vorallem nicht, dass die Angehörigen psychologisch betreut werden müssen....

KarlZoech
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@ Alfa166: Ich sehe das wie Sie! Tot ist tot. Punkt. Völlig egal, ob man eingeäschert wird oder noch der ganze Leichnam ins Erdgrab kommt.

Tot ist tot. Punkt. Ich wüsste auch nicht, warum ich da als Angehöriger psychologische Betreuung bräuchte. Aber man kann immer ein Problem machen, wo genau genommen keines ist.

martinx.x
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solange es eine Leiche war....

mein Gott....

jaenner61
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ist natürlich tragisch

vor allem wenn ein erdbegräbnis vorgesehen gewesen wäre. aber überall wo menschen arbeiten, können fehler passieren. zum glück wurde der irrtum aber entdeckt, und die verantwortlichen stehen zu ihren fehlern.

KarlZoech
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@ jaenner61: Natürlich hätte das nicht so vorkommen sollen. Doch tragisch?

Als tragisch sehe ich, wenn ein Mensch, der/die noch lebt zu irgendeinem Schaden kommt. Doch wenn ich tot bin, ist es völlig egal, ob kremiert oder im Sarg ins Erdgrab. Tot ist tot - und aus.