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In WienRazzia wegen Betrugsverdachts in Pop-up-Maskengeschäfte

In zwei Pop-up-Maskengeschäften in Wien hat die Polizei am Mittwochvormittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen durchgeführt.

© APA (Symbolbild/dpa)
 

Hintergrund ist eine Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Thomas Vecsey der APA. Ermittelt wird gegen einen Beschuldigten. Die Anzeige hat das zuständige Magistrat selbst eingebracht. Für gewerbsmäßigen Betrug sieht das Strafgesetzbuch (StGB) eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, für gewerbsmäßigen schweren Betrug sogar bis zu fünf Jahre vor. "Aktuell werden diverse Gegenstände und Atemschutzmasken sichergestellt", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer der APA. Beamte beschlagnahmten am Mittwoch unter anderem dutzende Schachteln mit Masken.

Ein früherer Handyshopbetreiber hatte in der Coronakrise gleich zwei Atemschutzmasken-Geschäfte in der Mariahilfer sowie der Kärntner Straße aufgesperrt. Bereits im Februar startete er seinen Online-Shop, vertrieben Masken, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Auch verkaufte er unter anderem als hochwertig deklarierte FFP3-Masken. Diese dürften jedoch nicht ausreichend zertifiziert sein. Außerdem soll es gewerberechtliche Probleme geben.

Bei einer Vorprüfung fiel die Maske durch

Auch staatliche Stellen, Seniorenheime und NGOs bestellten beim Händler. Zuletzt berichtete die Rechercheplattform "Addendum" über verwirrende Firmenkonstruktionen, mangelnde Qualität der Produkte sowie den Verdacht auf unlauteren Wettbewerb. "Addendum" ließ auch eine angebotene FFP3-Maske durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) überprüfen. Bereits bei einer Vorprüfung fiel die Maske durch, die Abweichung war so groß, dass das Produkt eine umfangreiche Prüfung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bestehen würde, konstatierte das BEV. Bei weiteren Recherchen wurde auch eine Verbindung zu einem slowakischen Parlamentsabgeordneten gefunden.

Kommentare (5)

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55plus
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Was soll der letzte Satz bitte aussagen ?

"Bei weiteren Recherchen wurde auch eine Verbindung zu einem slowakischen Parlamentsabgeordneten gefunden."
Bei der Schweinegrippe hat es irgend so einen Skandal gegeben mit einem österreichischen Politiker oder rin der total für die wichtigkeit von Schutzmasken gesprochen hat und aber vorher selber in Schutzmasken investiert hat... soll das gemeint sein ?
Ich weiß leider nicht mehr wer das war ...

michael787
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Eine Verbindung...

.. zu einem Politiker, noch dazu aus der Slowakei, ist offenbar eine Straftat oder deutet zumindest auf eine solche hin. Manchmal wundert man sich beim Zeitunglesen über ganz schön ausländerfeindliche Sätze.

Shiba1
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Die Rauch-Kallat war das mit der Maskenbeschaffung

Und der letzte Satz weist vermutlich auf Verbindungen zur Ostmafia hin, die es offiziell nicht gibt

freeman666
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Das kann teuer werden,

die meisten Masken sind als Medizinprodukt deklariert.
Medizinprodukte und Medizintechnik unterliegen klaren und -richtigerweise- strengen Auflagen.
Deshalb ist der Verkauf kein freies sondern ein gebundenes Gewerbe. Wenn die Voraussetzungen fehlen wird da sehr streng gestraft. Da wird es noch etliche Corona Glücksritter die das schnelle Geld gewittert und auch gemacht haben massiv treffen.

Shiba1
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Hoffentlich wird es die treffen

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