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OberöstereichPolizei machte größten Waffenfund seit Jahrzehnten

Munition reicht aus, um Polizei in Oberösterreich ein Jahr lang zu versorgen. Ex-Freundin hatte Mann angezeigt.

© LPD OÖ
 

Die Polizei hat im Mühlviertel im Keller eines 65-Jährigen den größten Waffenfund seit Jahrzehnten gemacht. Es wurden eine Million Stück Munition sichergestellt, eine Menge, die ausreiche, "um die Polizei in Oberösterreich mit 4.000 Mann für ein Jahr zu versorgen", veranschaulichte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Der Mann soll auch Gewehrläufe und Schalldämpfer hergestellt haben.

Im Keller wurden zudem 30 Lang-, 40 vollautomatische Waffen und 100 Schalldämpfer gefunden, hieß es in der Facebook-Pressekonferenz. Die Ex-Freundin des Pensionisten hatte diesen am Freitag bei der Polizei angezeigt, weil sie sich vor ihm fürchtete. Über den Verdächtigen wurde bereits U-Haft verhängt.

Näheres zum Fall

Ein 65-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Freistadt wurde am 3. April 2020 von seiner Ex-Freundin angezeigt. Die Anzeigerin hatte der Gattin des 65-Jährigen am 3. April 2020 über die jahrelange Affäre berichtet, nun fürchte sie um ihr Leben. Sie habe nun Angst, da der Pensionist vor Monaten schon erwähnt habe, dass er ausländische "Killer" kennen würde. Außerdem habe der Mann immer eine Schusswaffe bei sich. Aufgrund des geschilderten Sachverhaltes wurde auch das Einsatzkommando Cobra alarmiert.

Bei der Nachschau an der Wohnadresse des Pensionisten bezüglich der registrierten Waffe zeigte sich den knapp 30 eingesetzten Polizistinnen und Polizisten ein erschreckendes Bild. Das Kellerabteil war "randvoll" mit Waffen, Waffenteilen und Munition gefüllt. Bei der ersten Befragung sagte der Mann, er interessiere sich für Waffentechnik. Sämtliche Metallteile wie Verschlüsse, Schalldämpfer oder Gewehrläufe stelle er sogar selber her.

Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde Folgendes sichergestellt und in drei Klein-Lkw abtransportiert:

• mehr als 1 Million Stück Munition aller Kaliber
• mindestens 20 vollautomatische Waffen
• mindestens 100 Faustfeuerwaffen
• mindestens 30 Langwaffen (u.a. auch Scharfschützengewehre)
• mindestens 100 Schalldämpfer (laut Angaben des Beschuldigten selber hergestellt)

Der Gesamtwert der sichergestellten Waffen und Munition beläuft sich auf mehr als 300.000 Euro. Der 65-Jährige wurde festgenommen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz in die Justizanstalt Linz überstellt.

Lob der Vorgesetzten

Auch Innenminister Karl Nehammer zeigte sich von diesem Einsatz begeistert: "Die Polizistinnen und Polizisten leisten unter derzeit schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit. Mein Dank gilt allen an diesem Einsatz beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Polizei ist Garant für das Funktionieren unserer demokratischen Gesellschaft – vor allem in schwierigen Phasen!"

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl betonte den komplexen Handlungsablauf bei der Polizei. "Das abgestimmte und konsequente Zusammenwirken verschiedener Polizeieinheiten hat zu diesem außergewöhnlichen Erfolg geführt", so der sichtlich stolze Landespolizeidirektor.

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Danke für Ihr Verständnis.

Airwolf
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Ohne Anzeige

Wäre es nie aufgedeckt worden.
Nehammer braucht sich nicht brüsten.

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Civium
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Ja wollen Sie den?

Soll der Minister vielleicht jeden Keller in Österreich durchsuchen??
Oder wollen sie die Anzeigerin zur Ministerin machen?

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GordonKelz
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Gerade hat der Bundeskanzler appelliert,

nicht aufeinander zu schießen, sondern die Fäuste zu nehmen, um die Krankenhäuser in Coronazeiten zu entlasten, und dann das!!!
Ein Waffenlager und Munition das man eine ganze Armee ausrüsten könnte. Ein NO- GO!
Gordon

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