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Opernball-Vorbereitungen Die letzten Handgriffe vor dem Ball der Bälle

Rund 500 Arbeiter müssen binnen nur 30 Stunden die Oper in den wohl schönsten Ballsaal der Welt verwandeln.

Zwei Tage vor dem Wiener Opernball am Donnerstag gleicht das Haus am Ring einer Baustelle © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Zwei Tage vor dem Wiener Opernball am Donnerstag gleicht das Haus am Ring einer Baustelle: Rund 500 Arbeiter müssen binnen nur 30 Stunden die Oper in den wohl schönsten Ballsaal der Welt verwandeln. Überall wurde am Dienstag gehämmert, gebohrt und gerichtet und geputzt. "Es wurlt an jeder Ecke in der Oper", sagte Alexander Hainka, der heuer erstmals die Umbauarbeiten leitet.

Im Vorjahr hatte sich der lang gediente Technik-Chef Walter Renner in die Pension verabschiedet. "Ich bin sehr nervös", sagte Hainka im Gespräch mit der APA. "Die größte Herausforderung ist, die ganzen Firmen termingerecht einzuteilen", berichtete er. Insgesamt 50 externe Firmen sind beim Aufbau tätig. "Wir haben für die ganze Opernballwoche rund 1.500 Sonderausweise ausgegeben", schilderte Hainka.

Streng durchgeplant

Die Umbauarbeiten sind prinzipiell immer gleich. Im Inneren der Oper wird als erstes das Parkett aufgebaut. Rund 170 der zwei Quadratmeter großen Platten müssen für die Veranstaltung verlegt werden. Um die Neigung des Zuschauerraumes auszugleichen, wird darunter eine Art Gerüst aufgebaut, damit in der Ballnacht eine ebene Tanzfläche bereit steht. Parallel werden die Bühnenlogen errichtet. Für den Transport der Bühnenlogencontainer, Parkettböden und diverser Verkleidungselemente sind rund 80 Tiefladertransporte vom Depot in Petronell in Niederösterreich in die Wiener Staatsoper erforderlich. Bis 23.00 Uhr sollten die groben Arbeiten am Dienstag abgeschlossen sein.

Auch der 64. Wiener Opernball folgt dem Leitgedanken "Alles Oper!", dem Gesamtkonzept von Opernballorganisatorin Maria Großbauer, das sich bereits in den drei Jahren zuvor als roter Faden von Opern-Zitaten durch den Ballabend zog. Heuer ist die "sternflammende" Königin der Nacht aus Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Zauberflöte" omnipräsent.

Blumenmeer

In Anlehnung an ihren Nachtgarten taucht sich die Oper in dunkle Violett-Töne, in den üppigen Blumenbouquets der Kunstgärtnerei Doll werden Rosen, Hortensien, Nelken, Calathea, Anthurien, Monstera, Eukalyptus und Pampasgras prachtvoll arrangiert. Mit zigtausenden Blumen und Pflanzen muss bis Donnerstag das gesamte Haus geschmückt werden, 171 Blumenarrangements sind für die Logen vorgesehen und ungefähr 500 Blumengestecke für die Tische.

Blumenmeer in der Opern Foto © APA/ROLAND SCHLAGER

Eine Neuerung findet sich in den sternförmigen Logengestecken im großen Ballsaal. "Auch in jedem Logengesteck wird eine Lichterkette versteckt sein", sagte Opernball-Organisatorin Maria Großbauer. 15.000 Lämpchen sollen den Raum zum Strahlen bringen und den Eindruck eines leuchtenden Sternenhimmels erwecken. Diesen umrahmen zwei ausladende Blumenarrangements mit einzigartigen Mond-Skulpturen der Bühnenbildnerin Agnes Hasun, die bereits zum vierten Mal Räume in der Oper gestaltet. "Heuer neu sind Zauberflötenmonde im Portalbereich", sagte sie der APA. Die leuchtend goldenen Monde schweben auf Wolken und komplettieren den Sternenhimmel. "Die Gestecke thronen auf dreieinhalb Meter hohen Säulen mit violetten Samtbezug, also über den Ballgästen. Weil sie bereits heute aufgestellt werden, verwenden wir Kunstblumen, damit es frisch und schön aussieht", erklärte Hasun. "Es wird eine sehr schöne Stimmung sein", ergänzte Großbauer, für die der 64. Opernball der letzte als Organisatorin sein wird.

 

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