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OberösterreichFerialarbeiterin in Pflegeheim bekam nur 170 Euro Taschengeld

Die Arbeiterkammer erreichte eine Nachzahlung von 2.000 Euro, berichtete sie in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Sujetbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Eine 17-jährige Schülerin, die als Ferialarbeiterin in einem Pflegeheim in Oberösterreich tätig war, hat dafür zunächst nur 170 Euro Taschengeld bekommen. Die Arbeiterkammer erreichte eine Nachzahlung von 2.000 Euro, berichtete sie in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Das Mädchen wollte in den vergangenen Sommerferien einen Einblick in den Bereich der Pflegeberufe gewinnen und bewarb sich um die Mitarbeit in einem Pflegeheim. Sie bekam den Ferialjob. Allerdings erhielt sie für ihre Tätigkeit nur insgesamt 150 Euro - das entspricht rund 1 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde. Sie bat die Arbeiterkammer um Hilfe.

Rechtlich nicht in Ordnung

Für deren Rechtsexperten war die Zahlung eines Taschengeldes nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich nicht in Ordnung. Denn die 17-Jährige hatte Vollzeit gearbeitet und somit stand ihr ein Monatsgehalt von 90 Prozent des Mindestlohns zu. Er intervenierte beim Arbeitgeber mit der Forderung nach korrekter Entlohnung. Dieser entgegnete anfangs, es habe sich um ein "Ferialpraktikum" gehandelt. Die Arbeitnehmervertretung drohte mit einer Klage. Daraufhin überwies er das ausständige Gehalt, nach einer neuerlichen Intervention auch die Urlaubsersatzleistung und die Sonderzahlungen. In Summe bekam die junge Frau rund 2.000 Euro brutto nachgezahlt.

Der Präsident der Arbeiterkammer Johann Kalliauer kritisierte: "Junge Menschen, die ihre ersten Gehversuche in der Arbeitswelt machen, mit einem Euro pro Stunde abzuspeisen, ist extrem respektlos und schamlos." Er appellierte an Unternehmen, die Schülern im Sommer die Gelegenheit zur Ferialarbeit geben, diese nicht nur als billige Arbeitskräfte zu sehen, sondern sie fair und respektvoll zu behandeln und ihnen die kollektivvertraglich festgelegten Löhne und Gehälter zu bezahlen.

 

Kommentare (24)

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DevilsKitty
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Die OÖGKK

(Und wahrscheinl. auch PVA) praktiziert genauso in ihren Kur/Erholungsheimen. Ferialpraktikanten nach 1 Tag Einschulung als Urlaubsvertretung. Lohn normal (unterste Einstufung).

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MCM66
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PA Schülerinnen gratis

Ich habe die SOB gemacht hier werden pro Jahr 600 Stunden Praktik gemacht. Entgeld gibt es keines. Wobei es hier in den Einrichtungen auch schwarze Schafe gibt wo man als Praktikant eine Pflegepersonal ersetzt und da Personal in den Urlaub geschickt wird. Es gibt aber auch die Praktika wo du wirklich nur zum lernen und erweitern deiner Fähigkeiten da bist. 2000 für Ferialarbeit ist ziemlich gut bezahlt wenn ich daran denke dass die Schülerinnen nichts bekommen.

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happy8
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1€ Ferialjobs in der Pflege

Ferialjobs in der Pflege - Hut ab, wer sich als Jugendlicher darüber traut. Und wenn dann ein Arbeitgeber glaubt, das ist mit 1€ abgetan, da kommt mir als Pflegeassistentin auf gut Deutsch "die Galle hoch". Es fehlt in diesem Bereich das Personal an allen Ecken und Enden, und dann vermiest man Interessierten den eventuellen Einstieg auf diese Weise; Sklaverei war vorgestern!!! Ein Lob an die Arbeiterkammer, die solche Vorfälle aufgreift, und sich für die Rechte der Arbeit leistenden Menschen einsetzt. Auf diesem Gebiet muss die politische Farbe egal sein. Arbeit darf keine (politische) Farbe haben!!! Zur Erinnerung: Unser (Alt) und wahrscheinlich (Bald) BK Basti hat neben keinem abgeschlossenenStudium auch keinen manuellen Beruf vorzuweisen (also Nix), und redet wie ein "Grosser" über Arbeit, Pflege usw., indem er Entscheidungen über die österreichische Bevölkerung trifft.

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balrog

Kein Wort zur bösen, angeblich (nachweislich nicht) roten AK?

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altbayer
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NGO

Welcher NGO war der Betreiber des Heimes?

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3d38908078b876d140a0a743d3611df9
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alterdepp

wäre passender... sorry... peaaace

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bluebellwoods
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Ferialjob oder Pflichtpraktikum?

Leider wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Während man bei einem Ferialjob zumindest nach Kollektiv 3. Lehrjahr bezahlt wird, zählt ein Pflichtpraktikum zur Ausbildung und wird oft nur mit einem Taschengeld abgegolten. Manche Unternehmen nutzen dies dann leider entsprechend aus.

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wahrheitverpflichtet
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und alle wissen es!

das die Pflegehäuser alle zusamen eines sind Ausbeuter! WER KÜMMERT SICH DEN UM DIE Schüler der sozial schulen die bekommen nämlich einen tritt in den hintern nämlich Garnichts obwohl sie Monate an Praxis stunden leisten müssen, das heißt eine Schülerin einer Altenbetreuung schule leistet Monate lang Praxis stunden Vollzeit voll eingeteilt als arbeit kraft es gibt sogar Heime die sparen in der zeit Arbeitsstunden von Pflegehelfern ein weil sie wissen in diesen Monat sind die Schüler im haus. die Schüler innen werden nach einen tag Einschulung alleine zu den Senioren geschickt so schauts aus bei uns in den Heimen lohn bekommen die Schülerinnen keinen eher einen Frust weil sie erkennen müssen das die heile Welt was in den sozial schulen gepredigt wirt es nicht gibt und in Schnellverfahren gearbeitet werden muss Gespräche mit den Senioren neben bei beim Pflegevorgang oder beim essen verabreichen usw usw wer weis davon alle wer tut was da gegen keiner die Gewerkschaften sind handlanger der politischen kräfte und er heim Betreiber Lobby, Wochenende Feiertage Nachtdienste für einen sklaven lohn Mobbing inklusive

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SoundofThunder
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Wer sich um die kümmert?

Die WK und IV!!

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erstdenkendannsprechen
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ja, das stimmt schon.

in erster linie ist es aber die aufgabe der schulen, die schülerinnen über die ferialpraktika und ihre ansprüche aufzuklären. an den meisten schulen gibt es koordinatoren dafür.
allerdings ist es so, dass ferialpraktika als ausbildung gesehen werden, und daher nur geringe entschädigungen pflicht sind.

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Hildegard11
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Deswegen sind Privatisierungen...

...nicht immer optimal.

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Geoale
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Land

Als würde das Land mehr zahlen. Selbst das Land zahlt nur 750Euro/Monat Lohn an Ferialarbeiter, auch wenn sie eine Arbeitskraft komplett ersetzen.

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erstdenkendannsprechen
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wie gesagt: für ferialpraktikanten zählen andere regeln, weil deren praktikum als ausbildung gilt.

sie bekommen eine entschädigung. das land zahlt aber höhere gehälter als private pflegeheime (in der regel) und knausert nicht so bei den einstellungen. je billiger private heime arbeiten können, desto höher die gewinne / erträge für die betreiber. niemand betreibt ein pflegeheim, weil er ein guter mensch ist und sich gratis der gesellschaft zur verfügung stellt, das ist eine illusion. öffentliche einrichtungen haben wenigstens dieses gewinnstreben nicht in dem ausmaß - die dafür verantwortlichen verdienen immer gleich viel, egal, wie viel "profit" die einrichtung abwirft.

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Hildegard11
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Aber nur ausnutzen...

...geht auch nicht.

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lucie24
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Falsch gedacht

Also ich hab vor 10 Jahren auch diverse Praktika gemacht und einmal sogar 200 Stunden in nur 2 Wochen gearbeitet. Gegeben hat es dafür 500 Euro und das war von Anfang an klar. Es hat mich auch niemand zu diesem Praktikum gezwungen und ich hätte es jederzeit hinschmeißen können.

Ich war einfach froh, diese Erfahrung machen zu dürfen und wäre nie auf die Idee gekommen hinterher Geld zu fordern.

Das führt dazu, dass in Zukunft niemand mehr Praktikanten aufnimmt!!!

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calcit
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200 Stunden in zwei Wochen sind ungesetzlich, egal...

...ob nun Ferialarbeiter oder Praktikant. Nach dem Arbeitszeitgesetz sind maximal 48 Stunden bzw. in bestimmten Fällen maximal 60 Stunden zulässig. Alleine deshalb machte sich ihr Arbeitgeber schon strafbar!

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wahrheitverpflichtet
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SCHEINHEILIGKEIT!

brachen sie eh nicht weil es spricht sich eh herum das die pflege ihre dann Facharbeiter innen nur ausbeuten versklaven usw in welchen Beruf gibt es Dauereinsatzbereitschaft zum dienst zu erscheinen usw usw usw usw in ganz Österreich fehlen hunderte Fachkräfte gehts doch alle mal ein paar Monate in ein heim arbeiten dann reden schreiben wir weiter

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lucie24
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Persönliche Meinung

Ich hab meine Meinung und dabei bleibe ich. Wir sind alles erwachsene Leute und niemand wird zu irgendeiner Ferialarbeit gezwungen. Es gibt auch unzählige Freiwillige, die unbezahlt arbeiten in solchen Einrichtungen. Ich nehme an, die sind dann auch alle blöd.

Und um irgendwelche Wortreitereien schere ich mich nicht!

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lucie24

Mit 17 erwachsen und mit 50 ein Greis...

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levis555
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200 Stunden in 2 Wochen zu arbeiten, hat bestimmt nichts mit gesetzlichen Vorgaben zu tun

Das ist nichts anderes als die ganz üble Ausbeutungsmasche. dazu gehören immer zwei. Jemand, der auf den Job angewiesen, oder so blöd ist, dass er das mit sich machen lässt, und jemand, der vor lauter Gier keine moralischen Grenzen mehr kennt.
Nachdem Sie sogar darauf stolz sind, „nicht hingeschmissen zu haben“, trifft auf Sie wohl der zweite Halbsatz zu.
Dieser Schluss wird durch Ihr Urteil erhärtet, wonach keiner mehr Praktikanten aufnehmen wird wollen, wenn diese sich nicht ordentlich ausnutzen lassen.

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sev57
11
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Lucie

Lernen Sie zuerst sinnerfassendes Lesen,bevor sie beginnen Kommentare zu verfassen.

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jaenner61
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dazu hat er kein praktikum absolviert

wie soll er das dann können? 😏

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Butterkeks
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...

Ferialarbeiter ist nicht gleichzusetzen mit Praktikant.

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H260345H
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Da fragt man sich,

wie diese "Menschen" erst die Insassen des Pflegeheimes ausnehmen wie die Weihnachtsgänse -- genau DAS ist bei dieses Typen nicht auszuschließen!

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