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14 Jahre nach der TatEhefrau getötet: Mordprozess nächste Woche in St. Pölten

Ein Mordprozess beginnt nächste Woche in Niederösterreich: Der mutmaßliche Täter war nach der Tat in den Kosovo geflüchtet, wo er bereits sieben Jahre Haft verbüßt hat.

Landesgericht Klagenfurt Verhandlung Illegaler Waffenhandel
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Ein 62-Jähriger, der 2005 in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten-Land) seine Ehefrau erstochen haben soll, muss sich am Mittwoch nächster Woche wegen Mordes vor dem Landesgericht St. Pölten verantworten. Der Mann flüchtete nach der Tat in den Kosovo, wo er wegen der Tat zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Bei einer Reise nach Albanien wurde er nun festgenommen und nach Österreich ausgeliefert.

Der Mann soll die 36-Jährige in der Nacht auf den 6. Juni 2005 in der gemeinsamen Wohnung durch einen Stich in den Hals umgebracht haben. Tatwaffe war ein Küchenmesser mit 20 Zentimeter Klingenlänge. Der Verdächtige floh daraufhin mit seinen vier Kindern in sein Heimatland und stellte sich kurz darauf im Hauptquartier der UNO-Übergangsverwaltung. Die beantragte Auslieferung wurde vom Kosovo verweigert, hieß es von der Staatsanwaltschaft St. Pölten auf Anfrage.

In dem Gerichtsverfahren im Kosovo soll der Beschuldigte Notwehr geltend gemacht haben, dies soll sich jedoch nicht mit der Spurenlage am Tatort decken, teilte das Landesgericht am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten erließ einen europäischen Haftbefehl, bei einem Aufenthalt in Albanien klickten für den Mann nun die Handschellen.

Das Verbot der doppelten Verurteilung wegen derselben Tat (Doppelbestrafung) gilt im Schengen-Raum, deshalb muss sich der 62-Jährige noch einmal vor Gericht verantworten. Die sieben Jahre Haft hat der Mann verbüßt. Sie sind im Falle einer Verurteilung auf die Strafe anzurechnen.

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