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Vorfall in Tulln Pitbull biss Kind, Sanitäter und Frau

Ein sogenannter Listenhund hat ihn Tulln drei Menschen attackiert und verletzt.

Sujetbild © APA/Rolf Rick/dpa
 

Ein Hund hat am Dienstagabend in Tulln ein Kind, einen Sanitäter und eine Frau teils schwer verletzt. Der Pitbull war aus einer Wohnung entkommen und biss einen Siebenjährigen, der sich vor dem Haus aufhielt. Als die verständigte Rettung eintraf, wurde ein Helfer schwer verletzt. Auch die Freundin des Hundebesitzers wurde attackiert. Sie wird laut Polizei ebenso wie der Tierhalter angezeigt.

Der Bub wurde durch den Biss gegen 19.00 Uhr schwer verletzt. Angehörige brachten den Siebenjährigen in eine Wohnung, Zeugen riefen die Rettung. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hielt sich eine 22-Jährige aus dem Bezirk Tulln mit dem Hund beim Hauseingang auf. Während seine Kollegen den Siebenjährigen versorgten, wartete ein Sanitäter draußen auf das Notarzteinsatzfahrzeug. Der Pitbull dürfte sich losgerissen und den 20-Jährigen attackiert haben. Der Mann erlitt schwere Blessuren an der Hand. Als die Frau den Hund in die Wohnung des Besitzers brachte, wurde sie ebenfalls gebissen und leicht verletzt. Sie wurde ebenso wie das Kind und der Sanitäter in das Universitätsklinikum Tulln gebracht.

"Der 24-jährige Hundebesitzer und die 22-Jährige dürften keinen Sachkundenachweis zur Haltung des Hundes besitzen", teilte die Polizei am Mittwoch in einer Aussendung mit. Nach Abschluss der Erhebungen werden die beiden der Staatsanwaltschaft St. Pölten und der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.

Bereits am 15. Juni wurde ein Zweijähriger in St. Georgen am Ybbsfelde (Bezirk Amstetten) von einem Hund attackiert. Der Bub wurde ins Gesicht gebissen und verletzt, bestätigte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner Medienberichte. Der Bernhardiner-Berner-Sennenhund-Mischling ohne Leine und Beißkorb wollte bei der Abschlussfeier des Fußballnachwuchses auf dem Sportplatz nach einem Bratwürstel am Tisch schnappen, als das Kind nach einer Semmel griff. Der Zweijährige wurde nach dem Biss ins Krankenhaus nach Linz geflogen. Die Tierbesitzerin wurde der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen fahrlässiger Körperverletzung gemeldet. Zudem wurde eine Anzeige nach dem Hundehaltergesetz wegen Verletzung der Leinen- und Beißkorbpflicht erstattet, wie die "Niederösterreichischen Nachrichten" ("NÖN") berichteten.

 

Listenhunde

Listenhunde sind Hunde, die per Gesetz als gefährliche oder potentiell gefährliche Hunde angesehen werden. Diese Kategorie enthält Hunderassen, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein auf mindestens einer Rasseliste stehen.

Quelle: Wikipedia

Kommentare (5)

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Dogsitter
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in Prozenten

zur Menge der Hunden in Österreich passiert sehr, sehr, sehr wenig....obwohl viele Leute null Ahnung von Hundeerziehung haben und schon gar nicht von den Bedürfnissen die ein Hund individuell hat....es gibt übrigens keine potentiell gefährliche Hunderasse....es gibt gut erzogene und sozialisierte Hunde, es gibt traumatisierte Hunde die deshalb auffällig werden, es gibt unerzogene Hunde, die auch eine Gefahr darstellen können...und es gibt leider asoziale Hundehalter die sich nichts scheiß.... und dann passieren solche Sachen...übrigens unabhängig von der Rasse...leider haben aber gerade viele verantwortungslose Leute Staffs und Pits...leider für die Hunde....ich hoffe den gebissenen Menschen geht es schnell wieder besser und ich hoffe der Hundehalter bekommt eine ordentliche Strafe und ein Hundehalteverbot..und außerdem hoffe ich das der Hund in vernünftige Hände kommen...wo er so gehalten wird, das er sich auch normal verhalten kann...

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tenke
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Kein Sachkundenachweis zur Haltung des Hundes:

das ist wohl schon der erste große Fehler im System.
TRAGISCH.

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eleasar
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Es sollten Kurse angeboten werden:

Wie wehre ich mich effizient bei einem Hundeangriff? Wie kann ich den Schaden für den Menschen am geringsten halten? Was sind die Schwachstellen eines Hundes? Wie kann ich ihn notfalls töten, bevor ich selbst zerfleischt werde? Solche Vorfälle gibt es immer wieder. Sehr schlimm, wenn Kinder betroffen sind, die werden traumatisiert fürs Leben.

Der Mann, der vor drei Wochen aus Notwehr wegen einer Beißattacke den bissigen Hund ertränkt hat, ist ein Vorbild. Leider stellen manche Hundehalter ihre Tiere über ihre Mitmenschen.

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Naturfreund007
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Leider

ist nicht überall geeignetes tiefes Wasser vorhanden um darin den Angreifer loszuwerden

Ich habe selber Hunde und bin täglich froh wenn mir niemand mit einem Hund begegnet

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KleinerGrisu
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Listenhunde

Gibt es wirklich den gefährlichen Hund?

Oder gibt es einfach nur Menschen, die sich ein Tier zulegen und dieses nicht im Griff haben?

Ein Hund folgt naturgemäß mehr seinem Instinkt. Als Hundehalter bin ich daran gehalten, dieses Verhalten rechtzeitig unter Kontrolle zu bringen.

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