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40 Anrufe in kurzer ZeitFalsche Polizisten brachten betagte Frauen um Tausende Euro

Betrüger treiben derzeit in Vorarlberg ihr Unwesen. Ihr ältestes Opfer war 91 Jahre alt. Die Betrugsmasche ist bekannt.

Die Betrüger haben es auf betagte Damen abgesehen
Die Betrüger haben es auf betagte Damen abgesehen © Fotolia (Symbolbild)
 

Betrüger, die es vor allem auf das Geld von Senioren abgesehen haben, beschäftigen derzeit die Vorarlberger Polizei. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und brachten ihre Opfer dazu, ihnen teils große Geldbeträge zu übergeben. Zwei Frauen verloren so mehrere tausend Euro. Insgesamt seien etwa 40 Betrugsversuche nach der Masche angezeigt worden, so die Polizei. Die Masche wurde im Vorjahr auch in Graz angewendet.

Der jüngste Fall ereignete sich am Mittwoch. Ein unbekannter Mann meldete sich gegen 10.25 Uhr telefonisch bei einer 88-jährigen Bregenzerin und erklärte, er sei von der Polizei. Ihre Tochter habe einen Unfall verursacht und einen anderen Wagen dabei schwerst beschädigt. Er drängte die Pensionistin, einen großen Geldbetrag zu zahlen. Kurz darauf holte eine unbekannte Frau mehrere tausend Euro in Geldscheinen bei der Frau ab. Erst einige Stunden später wurde der Seniorin klar, dass sie betrogen worden war.

Am 3. und 7. Mai kam es in Bregenz zu zwei weiteren ähnlichen Fällen. Eine 91-Jährige übergab der unbekannten Frau nach einem Telefonat Münzen und Bargeld, ebenfalls in Höhe von mehreren tausend Euro. Wenige Tage später brachte eine 84-Jährige nach so einem Anruf mehrere tausend Euro auf die Polizeiinspektion Bregenz.

40 betrügerische Anrufe binnen weniger Tage

In den vergangenen Tagen seien insgesamt 40 derartige Telefonate im Bereich Bregenz und im vorderen Bregenzerwald angezeigt worden, so die Polizei. Die Opfer hätten sich hier aber nicht zur Geldherausgabe verleiten lassen. In einigen Fällen gaben sich die Betrüger als Gerichtsmitarbeiter aus. Der Anrufer sei gut geschult und darauf trainiert, das Opfer zu täuschen, so die Warnung.

Die Exekutive hatte die Öffentlichkeit mehrfach vor der Masche gewarnt und veröffentlichte nun eine Täterbeschreibung. Die Frau, die das Geld abholte, soll etwa 30 Jahre alt und 1,60 bis 1,65 Meter groß sein.

Sie ist demnach schlank, hat einen dunklen Teint und helle Augen. Sie trug goldene Steckohrringe und war mit einer schwarzen Kapuzenjacke und schwarzen Jeans bekleidet. Zudem trug sie eine schwarze Baseballkappe und ebenfalls schwarze Nike-Schuhe mit weißer Sohle. Sie hatte einen schwarzen Rucksack und Kopfhörer bei sich.

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