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''Zu viele Retter''Nach Hilfseinsatz: Tourist setzt Anwalt auf Bergretter an

In Tirol hat sich ein aus der Bergnot Geretteter bei seinen Helfern via Anwalt beschwert: Es seien zu viele Retter im Einsatz gewesen. Bei der Bergrettung stößt dies auf Unverständis. Man will das Geld für die Rettung eintreiben.

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Sujetbild © APA/BARBARA GINDL
 

Kaum zu glauben: Nach der Rettung aus der Bergnot im Februar, hat eines der Opfer sich nun bei der Bergrettung Tannheim via Anwaltsschreiben beschwert. Für die Rettung seien zu viele Helfer eingesetzt gewesen, zwei hätten auch gereicht. Die Bergrettung sieht dies anders.

Was war passiert?

Die Bergrettung Tannheim war nach der Alarmierung am Abend des 3. Februar zum Grasberg Schönkahler (1.688 Meter) mit drei Trupps zu je fünf Mann ausgerückt, um nach zwei deutschen Schneeschuhwanderen, die einen Notruf abgesetzt hatten, zu suchen. Gegen 21 Uhr erreichten sie die beiden geschwächten und durchnässten Männer "und gaben ihnen warme Kleidung und warme Getränke", wie Hermann Spiegl, Landesleiter der Bergrettung Tirol, der Kleinen Zeitung sagt.

Anwaltsschreiben kam vor ein paar Tagen

Nach der Rettung wurde den beiden Geretteten die Rechnung in Höhe von 2.261 Euro zugestellt. Das passte zumindest einem der beiden nicht. Die Bergrettung erhielt vor ein, zwei Wochen ein Schreiben von dessen Anwalt. "Ein Geretteter beschwerte sich, dass zu viele Retter im Einsatz waren. Zwei Retter hätten gereicht. Doch das entscheidet nicht er, sondern die Einsatzleitung", erklärt Spiegl.

Unverständnis bei Bergrettung

Die Bergrettung zeigt sich empört. "Die zwei Schneeschuhwanderer hätten ohne Rettung nicht überlebt. Wie die Rettungsaktion abläuft, entscheidet nicht derjenige, der sie verursacht. Immerhin geht es auch um die Sicherheit der Einsatzkräfte", meint Spiegl. "Wir werden das Geld eintreiben."

Landtagsvizepräsident setzt sich für Retter ein

Am frühen Abend meldete sich nun auch der Tiroler ÖVP-Landtagsvizepräsident Anton Mattle in einer Aussendung zu Wort und meint: "Dass jetzt die Retter sogar mit einer Klage bedroht werden, geht gar nicht, dazu fehlt mir jegliches Verständnis".

 

Kommentare (44)

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georgXV
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???

ich darf vorschlagen, sowohl den Namen des Touristen als auch des Rechtsanwaltes öffentlich zu machen !!!
Die Bild- und Kronenzeitung, sowie der ein oder andere TV-Privatsender eignen sich bestens hierfür !!!

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erzberg2
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Dies wird wohl

im Ermessen des Auftragnehmers liegen, mit wieviel Personal er denkt den Auftrag zu erledigen. Würde den freiwilligen Helfern, welche selbst ihr Leben riskieren, die Rettung nicht gelingen, haften die selben dann mit ihrem Privatvermögen? Würde eine Verweigerung der Hilfe eine strafrechtlichrechtliche Relevanz haben, schließt sich eine Haftung auch in diesem Fall an? Im Übrigen hätten die beiden die Bergrettung nicht beauftragen müssen bzw. bei der Beauftragung hinterfragen, welches Angebot vorliegt, die Rettung zu erledigen. Wenn wir so weitermachen, stehen wir uns bals selbst im Weg.

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silviab
0
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Böhmermann

könnte ja jetzt auch über die Österreicher, die dumm genug sind und "Piefke" retten, satirisch frotzeln. :-) Der ORF bietet die Plattform.
Spaß beiseite, das wäre ein Grund für eine gesetzliche Sportversicherung. Wenn jemand die nicht hat, dann muss er L x B x H zahlen. Wie kommt die Bergrettung bzw. kommen die Helfer aller freiwilligen Institutionen inkl. Feuerwehr und Rettung dazu ihr Leben für solche hirnlosen Chaoten das Leben zu riskieren? In der Schweiz darf man ohne Versicherung auch nicht auf den Berg.

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KleinerGrisu
0
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Weitere Anforderung an die Disponenten

in den Leitzentralen!

Es sollte hinkünftig auch die Frage gestellt werden: "Mit wieviel Helfern hätten Sie den gerne, dass wir kommen?"

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dribblanski
0
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Liebe Bergrettung,

bitte scheut Euch nicht, Eure Ansprüche nötigenfalls gerichtlich durch zu fechten! Alles andere als ein Erfolg wäre widersinnig, ein Exempel für diese Arroganz statuiert und unser Bergfreund hätte auch die Verfahrenskosten inkl Anwaltshonorar am Hals!
Und vor allem: herzlichen Dank, dass Ihr all diesen Widrigkeiten zum Trotz weiterhin Euer Leben für andere aufs Spiel setzt! 🤗

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beneathome
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Hobby

Bergwandern ist ein privates Hobby. Also ist die Bergrettung auch eine private Einrichtung und soll sich auch von den Nutznießern finanzieren oder es ist eine freiwillige Sache der Beteiligten.

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lucy007
0
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Bergrettung Tannheim

vor den Vorhang! Es ist gigantisch was ihr da leistet!!! Lasst euch von diesen Vollhonks nicht unterkriegen und ärgert euch nicht - die können nicht anders...

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Smusmu
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Wenn’s ums überleben geht, haben viele Angst.

Wenn’s ums Geld geht, dann Todesangst?

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AIRAM123
17
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Es geht immer noch depperter

... vielleicht sollte doch ein Komet auf dieser Erde einschlagen und alles Leben auslöschen... 😳🙈

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paulrandig
1
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AIRAM123

Was können denn die armen Tiere und Pflanzen dafür, dass wir deppert sind?

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Katschy
3
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Wurde schon überlegt

die beiden Trolle mit einem Aufenthaltsverbot in Österreich zu belegen?

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bluebellwoods
0
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2.265 Euro

für den Einsatz von 3 Trupps zu je 5 Personen und dafür, dass diese ihre Leben für die Leichtsinnigkeit und Dummheit solcher Deppen riskiert haben, sind sehr sehr wenig. Wenn er schon prozessieren muss, dann sollte man ihm vielleicht ein unbezahltes Praktikum bei der Bergwacht nahe legen, damit er selbst erfahren kann, welche Personenanzahl "notwenig" ist um ein Menschenleben zu retten.

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Landbomeranze
2
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Ist zu wenig!

Die Bergretter sollten ihm einen Nachtrag von ein paar Tausend nachschicken.

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plolin
6
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Packt diese zwei Typen

Und setzt sie wieder am Ort des Geschehens aus.
Und dann : Tschüß, Piefkes und viel Spaß noch

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blackpanther
0
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Öffentliche Gerichtsverhandlung

und der Kläger müßte persönlich erscheinen! Und dann, seinen Rettern gegenüberstehend, erklären, warum er meint, dass sie sich zu viel um ihn gekümmert haben! Diese Unverfrorenheit ist so etwas von unglaublich, dass einem die Worte fehlen!

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sistra
6
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Die Piefke-Saga war ja gar keine Satire,

die sind anscheinend wirklich so!

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princeofbelair
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Auch hier gilt...

Pauschalisieren Sie nicht

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Landbomeranze
3
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Schauen sie einfach Talkshows

auf deutschen Sendern. Dann werden sie sistra vielleicht doch noch recht geben. Insbesondere deutsche Politiker sind Lichtjahre von jenen in den Siebziger-, Achtziger- und Neunzigerjahren entfernt. Bekanntlich fängt der Fisch am Kopf zu stinken an.

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mapem
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Tja – die flächendeckende Epedemie von diesem Gemisch aus …

Dummheit, Arroganz und Präpotenz liefert nicht nur erstaunliche Pisa- und Wahlergebnisse – sondern auch solches …

Man wundert sich schon gar nicht mehr, was alles usw.

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scionescio
2
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Um mir als Jugendlicher den Eintritt ins Freibad zu sparen, war ich Rettungsschwimmer ...

... und habe einmal einen stark übergewichtigen Landsmann aus dem See gezogen. Eigentlich bekommt man beigebracht, dass man niemand retten soll, dessen Körpergewicht das eigene Gewicht übersteigt, um nicht selbst von einem in Panik geratenen Ertrinkenden unter Wasser gezogen zu werden.
Ich war dumm und mutig (gefährliche Kombination!), bin trotzdem hingeschwommen (er war sicher 40kg schwerer als ich) und habe ihm in einem günstigen Moment den kleinen Finger gebrochen (geht leicht und durch den Schock geben die meisten dann kurz Ruhe - wurde uns damals so beigebracht, um uns aus Umklammerungen befreien zu können) und ihn dann ins Seichte geschleppt.
Ich war der Held des Tages, seine Frau hat sich unter Tränen bedankt - und vier Wochen später bekam ich einen Anwaltsbrief mit einer Schmerzensgeldforderung und der Drohung einer Anzeige wegen Körperverletzung...
Es gibt gibt auch genug einheimische A...löcher!

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mobile49
0
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@scion

Ich selbst hab in jungen Jahren ähnliches erlebt. Ich ließ es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen und hatte Glück.Der Richter hat den Kläger auf Normalmaß gebracht(hätt für mich aber auch teuer werden können)

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georgXV
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???

der größte Witz ist hier: warum gibt sich dieser Rechtsanwalt für so einen Schei.. her ???!!!
Wahrscheinlich hat er sonst NICHTS zu tun und ist auf dieses Honorar angewiesen, das (höchstwahrscheinlich) auch noch von einer Rechtsschutzversicherung bezhalt wird !!!

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joektn
2
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Geld...

...stinkt nicht... das ist so ziemlich das Erste was man im Jus Studium lernt. Traurig aber wahr

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undhetz
5
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piefke eben ...

das ist UNSERE wertekultur ... die wir ja so unbedingt ereicht haben wollten und jetzt möglichst auch verteidigen müssen ... hi hi?

willkommen ihr deutschen gäste ...
herzlichst!

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wintis_kleine
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135
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Wie arm muss ein Mensch sein,

dem sein eigenes Leben keine 2261 € wert ist.
Ich würde da doch glatt zu eine massive Therapie aufrufen und nach Möglichkeit noch einen Spendenaufruf starten, damit dieser armen Mensch nicht gar in selbstzerstörerischer Absicht im nächsten Winter wieder so eine hirnlose Aktion startet.
Oder noch ein Vorschlag:
Die Bergretter sollen in Zukunft gleich eine Onlineüberweisung bei Eintreffen beim zu Rettenden einfordern und selbigen bei nicht bezahlen dort lassen, wo sie ihn gefunden haben.
Ist ja nicht zu glauben, welch präpotente und doofe Leute es gibt.

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isoelba
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120
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Schriftliches Angebot

Diese Typen hätten sich ein bindendes schriftliches Angebot geben lassen sollen, das wäre sicher am nächsten Werktag möglich gewesen. In der Zwischenzeit hätten sie genug Möglichkeit gehabt über ihr Fehlverhalten nachzudenken. Im Nachhinein können sie leicht meckern und ihrer Unzufriedenheit freien Lauf lassen.

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