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PongauMädchen (4) von jungem Adler attackiert und verletzt

Das junge Opfer musste im Krankenhaus unter Narkose genäht werden. Laut der Polizei handelt es sich bei dem Adler um ein entkommenes Jungtier der Burg Hohenwerfen.

++ HANDOUT ++: WWF-ARTENSCHUTZBILANZ 2017: SEEADLER
© (c) WWF/JARI PELTOM�KI / BIRDFOTO.F
 

Eine Vierjährige ist in Werfen im Pongau von einem jungen Adler angegriffen worden. Der Vorfall hat sich am 1. Mai am frühen Nachmittag auf einem Wanderweg nahe der Burg Hohenwerfen ereignet. Der Greifvogel verletzte das Kind am Kopf. Angehörige des Opfers konnten das Tier schließlich vertreiben. Bei der Attacke wurde auch die Tante des Mädchens verletzt.

Laut Polizei handelt es sich bei dem Angreifer um ein elf Monate altes Europäisches Seeadlermännchen. Es befindet sich derzeit in Ausbildung bei der Falknerei der Burg Hohenwerfen und dürfte bei der zu dieser Zeit stattfindenden Greifvogelschau unbemerkt das Gehege verlassen haben. Der Seeadler konnte sofort nach dem Vorfall im Bereich des Burgweges aufgefunden, eingefangen und wieder zurück in sein Gehege gebracht werden, wie die Landespolizeidirektion Salzburg am Samstag in einer Aussendung berichtete.

Auf einmal kam aus dem Nichts der Adler auf meine Tochter, mit den Krallen direkt ins Gesicht. Meine Tochter hat sich dann weggedreht, dann hat sie der Adler bei den Haaren gerissen.

Mutter des verletzten Mädchens

Das Mädchen aus Strobl (Flachgau) war mit ihren Eltern und einer Tante vom Burgparkplatz zu Fuß in Richtung der Burg Hohenwerfen auf einem Wanderweg gewandert. Nach wenigen Metern des Fußweges durch den Wald flog der junge Seeadler von einem Baum zu dem Mädchen und versuchte laut Zeugenaussagen, es am Kopf zu erfassen.

"Auf einmal kam aus dem Nichts der Adler auf meine Tochter, mit den Krallen direkt ins Gesicht. Meine Tochter hat sich dann weggedreht, dann hat sie der Adler bei den Haaren gerissen", schilderte die Mutter gegenüber dem ORF Salzburg. Ihre Schwägerin habe sich schützend auf das Mädchen gelegt. "Ich habe dann mit der Tasche den Adler vertrieben und das Kind geschnappt. Wir sind dann geflüchtet." Ihre verletzte Tochter sei unter Vollnarkose im Krankenhaus genäht worden. Sie habe einen großen Schock erlitten, erzählte die Mutter.

Staatsanwaltschaft prüft Vorfall

Nachdem die Burgverwaltung von dem Zwischenfall informiert worden war, verständigte diese die Rettung und setzte auch die Polizei davon in Kenntnis, so die Polizei. Die beiden Verletzten wurden anschließend in das Klinikum Schwarzach gebracht. Die 53-jährige Tante des Mädchens hat offenbar im Zuge der Abwehrhandlungen Verletzungen am Knie und am Arm erlitten.

"Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft berichtet", sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber zur APA. Die Staatsanwaltschaft werde dann prüfen, ob die Attacke durch den Adler eine strafrechtliche Relevanz habe. Der historische Landesfalkenhof auf der Burg Hohenwerfen besteht aus dem Falknereimuseum, einer historischen Falkenkammer und einem Freigelände auf der Lindenwiese, wo Flugvorführungen stattfinden.

Kommentare (3)

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ctsch
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Der Schäferadler

soll lt. Liste der gefährlichste sein.

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sonniboy
33
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Da brauchen wir sofort einen Adlergipfel!

Dort erfolgt dann die Einteilung in Kampf-(Listen-)adler und normale Adler. Besonders gefährlich sollen ja die Bulladler, die Pitbulladler, die Doberadler und die Rottadler sein. Letztere darf man dann nur mit entsprechender Prüfung und absolut nüchtern ausfliegen lassen.

Oder gibt's Anlassgesetzgebung etwa nur bei Hunden und Kühen?

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OCIR
5
2
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Sicher ein Schock

Für das kleine Mädchen aber das mit der Vollnarkose ist doch immens übertrieben.

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