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Oberösterreich verunsichertNeue Pläne zu Atommülllager in Tschechien

Landesrat Anschober und Anti-Atom-Komitee befürchten grenzüberschreitendes Endlager mit Slowakei. Aufklärung von Bundesregierung in Wien gefordert.

Tschechien setzt auf Atomkraft
Tschechien setzt auf Atomkraft © AP
 

Für Verunsicherung sorgen in Oberösterreich tschechische Medienberichte, wonach Tschechien und die Slowakei ein gemeinsames Atommüll-Endlager in Erwägung ziehen würden. Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) fordert von Bundeskanzler, Außenministerin und Umweltministerin "eine rasche vollständige Aufklärung". Das Anti-Atom-Komitee erwartet von der Regierung das Erteilen einer "klaren Absage".

"Völlig inakzeptabel"

Die nun aufgetauchten Überlegungen sind für Anschober eine mögliche Erklärung, warum sich die Endlagersuche in Tschechien immer mehr verzögert und jetzt die Vorauswahl auf vier potenzielle Standorte wieder um ein Jahr verschoben wurde. Anti-Atom-Komitee-Sprecher Manfred Doppler bezeichnet ein grenzüberschreitendes Lager als "völlig inakzeptabel, denn es würde die Gefährdung Österreichs vervielfachen!" Eine derartiges Atommülllager bringe eine veränderte Situation bei grenzüberschreitenden Umweltverfahren. Diese müssten völlig neu aufgerollt werden, meint Doppler.

Für Oberösterreich sei ein Endlager "absolut abzulehnen, solange weiter Atommüll produziert und kein Ausstieg festgelegt wurde", argumentiert Anschober. In einem Schreiben nach Wien fordert er Aufklärung, was Stand der Dinge sei.

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