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Drei Überfälle in 25 MinutenRaub scheiterte, weil Räuber zu leise "Überfall" sagte

Binnen 25 Minuten versuchte ein 24-jähriger Überfälle auf drei Geschäfte. Zweimal verstanden die Kassiererin nicht, was er wollte.

Der Mann wurde in der Wohnung seiner Eltern festgenommen
Der Mann wurde in der Wohnung seiner Eltern festgenommen © KLZ/Weichselbraun (Symbolbild)
 

Deutliche Aussprache ist wichtig, auch für Räuber. Das musste ein 24-jähriger Wiener bei zwei versuchten und einem geglückten Raubüberfall feststellen. Eifer kann man ihm dabei nicht absprechen, denn der murmelnde Räuber versuchte am 16. Februar alle Überfälle nicht nur an einem Tag, sondern auch binnen 25 Minuten durchzuziehen.

Um 16:25 Uhr betrat der Mann einen Supermarkt in Wien-Favoriten, ging zur Kassa und sagte sehr leise und undeutlich „Überfall“ zur Angestellten. Sie tat so, als ob sie den Mann nicht verstanden hätte und bat ihn, seine Worte zu wiederholen. Als er abermals undeutlich sprach und die Kassiererin ihn erneut aufforderte, lauter zu sprechen, flüchtete er ohne Beute.

Um 16:43 Uhr ging der Mann dann in einen Supermarkt; ebenfalls in Favoriten. Abermals murmelte er leise und unverständlich das Wort „Überfall“. Weil die Angestellte nicht darauf reagierte, entfernte sich der Tatverdächtige von der Kassa, kam kurz danach von der anderen Seite zum Kassapult und versuchte, in die offenstehende Kassenlade zu greifen. Die Kassiererin drückte den Deckel zu, woraufhin der Mann – abermals ohne Beute – flüchtete.

Erst beim dritten Mal wurde er deutlicher

Um 16:51 Uhr versuchte der Tatverdächtige in einem Drogeriemarkt in der Davidgasse endlich Beute zu machen. Wieder sprach er eine Angestellte, die gerade damit beschäftigt war, bei einer Kundschaft zu kassieren, mit dem Wort „Überfall“ an – diesmal offenbar etwas deutlicher, wie die Polizei in einer Presseaussendung schreibt.

In der Wohnung der Eltern festgenommen

Als die Kassenlade offen war, nahm der Mann Geld, drehte sich um und forderte auch von der zweiten Kassa Geld. Danach flüchtete er mit einem laut Polizei "nicht unerheblichen Betrag".

An den Tatorten konnten Spuren des zu diesem Zeitpunkt unbekannten Tatverdächtigen gesichert werden. Diese führten schließlich zu dem  24-jährigen österreichischen Staatsbürger. Er wurde am vergangenen Donnerstag in der Wohnung seiner Eltern in Wien festgenommen.

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