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Unfall im toten WinkelLkw-Fahrer übersah beim Rechtsabbiegen Radfahrerin: Tot

Erst vor wenigen Wochen war in Wien ein Neunjähriger von einem rechtsabbiegenden Lkw getötet worden, jetzt passierte ein ganz ähnlicher Unfall in der Stadt Salzburg.

Problem Toter Winkel: Test der Verkehrsexperten © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Bei einem Verkehrsunfall in der Stadt Salzburg ist am Freitag kurz nach 9.00 Uhr eine 24-jährige Radfahrerin ums Leben gekommen. Ein Lkw-Lenker dürfte die junge Oberösterreicherin an einer Kreuzung beim Rechtsabbiegen übersehen haben. Die Frau, die mit ihrem Rad gerade die Straße queren wollte, wurde vom Lkw erfasst, kam zu Sturz und geriet unter das Fahrzeug.

Sie erlag noch am Unfallort in der Vogelweiderstraße ihren schweren Verletzungen. Der Notarzt und die Rettung konnten ihr nicht mehr helfen. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Obduktion des Leichnams an. Ein Alkotest beim 46-jährigen Lkw-Lenker verlief laut Polizei negativ.

Abbiegeassistenten gefordert

Zuletzt hatte es hitzige Diskussionen um das Rechtsabbiegen und die Einführung von Abbiegeassistenten für Lkw gegeben, nachdem Ende Jänner in Wien ein neunjähriger Bub am Schulweg auf einem Zebrastreifen von einem abbiegenden Lastwagen niedergefahren und getötet worden war. Die daraufhin gestartete Petition von Eltern für eine verpflichtende Lkw-Nachrüstung mit elektronischen Systemen, die den toten Winkel möglichst eliminieren sollen, fand massiven Zuspruch.

Abbiegeassistent in Lkw Foto © APA/HANS KLAUS TECHT

Ein Lkw-Sicherheitsgipfel Mitte Februar ergab, dass vorerst kein verpflichtender Abbiegeassistent eingeführt wird. FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer sowie die Verkehrssprecher der Regierungsparteien, Christian Hafenecker (FPÖ) und Andreas Ottenschläger (ÖVP), kündigten an, man wolle die Problematik vorerst mit kurzfristig wirksamen Maßnahmen angehen. So sollen Assistenzspiegel an Kreuzungen, die Verlegung von Fußgängerübergängen, Rechtsabbiegeverbote, eine Informationskampagne sowie eine verbesserte Ausbildung der Lkw-Lenker das Gefährdungspotenzial entschärfen.

Politikerreaktionen

"Ein weiterer tragischer Fall hat heute die Gefahr des toten Winkels beim LKW aufgezeigt", erklärte wenig später in einer Aussendung Jörg Leichtfried, stellvertretender SPÖ-Klubvorsitzender, - und er bekräftigte die Forderung nach einem verpflichtenden Abbiegeassistenten für LKW: „Die Politik muss alles tun, um Menschenleben zu schützen. Verkehrsminister Hofer muss zur Vernunft kommen und den Weg für verpflichtende Abbiegeassistenten bei LKW freimachen.“

"Der tragische Unfall von heute Vormittag in Salzburg schockiert uns alle zutiefst, unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der jungen Frau aus Oberösterreich!", so der freiheitliche Verkehrssprecher Christian Hafenecker in einer ersten Reaktion auf die Unfall in Salzburg. "Wie ich zuletzt auch schon im Parlament betont habe, ist jeder derartige Unfall einer zu viel und wir sollten daher alles dafür unternehmen, dass sich solche Tragödien nicht wiederholen."

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Danke für Ihr Verständnis.

sthpa
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Gesetze

Die Radfahrer die immer rechts überholen gehören endlich bestraft

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heinz31
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keine Parteipolitik bitte!

Jetzt auf Hofer einzubrügeln, ist eine reine Ablenkung vom Versagen der letzten roten Verkehrsminister, die volle 12 Jahre davor dafür zuständig waren. Da können sie bitte doch diese kritisieren, denn es gab in den letzten 13 Jahren wohl hunderte solche tötlichen Unfälle! Wo waren die roten Verantortlichen damals?
Hofer hat auch Änderungen zugesagt und in Angriff genommen.
Ich finde auch die Verkehrserziehung der Fussgänger/Fahrradfahrer enorm wichtig.
Ohne den jetztigen Unfall genauer zu kennen, aber der Beschreibung nach ist die Radfaherin rechts neben dem LKW bis zur Kreuzung vorgefahren und wollte geradeaus. Der rechtsabbiegendende LKW - Fahrer konnte die gar nicht sehen.
Da hätte auch ein Assistent nichts geholfen, wenn der LKW die Radfahrerin hinter dem Erfassungsbereich der Kamera erwischt hat.
Verkehrserziehung der Fussgänger und Radfahrer ist am Wichtigsten.
Dann die Kamera, aber EU-Weit! Sonst haben wir sie zwar alle, aber die meinsten LKWs sind ausländische - und da hat nur die EU die Möglichkeit, das Gerät Flächendeckend einzuführen.
Ein aufrichtiges Beileid der Familie! Und viel Kraft dem Fahrer - ich weis aus persönlicher Erfahrung, was die jetzt mitmachen.

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blackpanther
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Danke,

Herr Norbert Hofer! Aber Hauptsache, wir vernichten Geld für 140 km/h Teststrecken! Es ist nur noch zum Fremdschämen!

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heinz31
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@plack

billige Parteipolemik!
Oder ist Hofer gefahren?

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AIRAM123
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Hauptsache wir bekommen eine Sicherungshaft

...

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Hildegard11
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Vorsicht

Man muss als schwächerer Verkehrsteilnehmer halt doppelt aufpassen. Und die Regelung, dass Fußgänger/Radfahrer zugleich mit Abbiegenden grün haben ist sowieso Schwachsinn!!!!!

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andy379
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Nun, Herr Hofer:

Wie gut schlafen Sie heute Nacht?

Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, damit Sie in Ihren Träumen vielleicht eine Eingebung erhalten.

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heinz31
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@andy

Sie sind bemittleidenswert.
Da stirbt ein Mensch und sie treiben billige Parteipolemik!

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livius
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Gesetz gehört geändert

§ 12 Absatz 5 StVO lautet: "Müssen Fahrzeuge vor Kreuzungen, Straßenengen, schienengleichen Eisenbahnübergängen und dergleichen angehalten werden, so dürfen die Lenker einspuriger, später ankommender Fahrzeuge nur dann neben oder zwischen den bereits angehaltenen Fahrzeugen vorfahren, um sich mit ihren Fahrzeugen weiter vorne aufzustellen, wenn für das Vorfahren ausreichend Platz vorhanden ist und die Lenker von Fahrzeugen, die ihre Absicht zum Einbiegen angezeigt haben, dadurch beim Einbiegen nicht behindert werden." Das ein Abstand von zumindest 1,40 Metern (besser: 1,50 Meter) einzuhalten ist, wäre unbedingt niederzuschreiben. Noch besser wäre es, wenn das Vorbeifahren wieder abgeschafft werden würde.

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heinz31
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@livius

Absolut Richtig!
Genau das war heute vermutlich die Ursache.

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heinz31
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@livius

Absolut Richtig!
Genau das war heute vermutlich die Ursache.

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isogs
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Schuld?

Egal wer Schuld hat, es ist jede nur mögliche technische Unterstützung zu nützen. Alles andere ist Fahrlässigkeit pur.
Fahrradfahrer brauchen keine Ausbildung und können oft die Gefährlichkeit nicht richtig einschätzen.

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styrianprawda
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@isogs

Also RadfahrerInnen vom Vertrauensgrundsatz ausnehmen.

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ronin1234
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Reaktion

Auch mit dem Rechtsabbiegeassistenten wird es trotzdem zu Unfällen kommen denn dann gibt es die volle Vollkaskomentalität. Als Erwachsener müsste sich schon herumgesprochen haben das wenn Lkw auf Kreuzungen unterwegs sind erhöhte Vorsicht geboten ist. So leid mir der Vorfall für die Angehörigen tut, vor allem die des Kindes

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scherz
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Bin sonst kein Jammerer..

...aber als Radfahrer bist du immer ein Hindernis wenn du auf Strassen mit Schwer-verkehr unterwegs bist oder diese kreuzt.
Ich denke doch, dass die Bemühungen der politisch Verantwortlichen noch etwas verstärkt werden müssen.

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Feja
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Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen

Meine Tochter ist im selben Alter und es ist wirklich schrecklich, da dieser Unfall durch technische Hilfsmittel vermutlich vermeidbar gewesen wäre.

Menschenleben sind anscheinend weniger wert als die Frächterlobby..

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Balrog206
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Feja

So schrecklich das ist , aber da haben lt deiner Beschuldigung die Verkehrsminister der letzten Jahre versagt , das diese Hilfsmittel noch nicht Vorschrift sind ! Aber man darf auch die Eigenverantwortung nicht bei Seite schieben ! Auch von mir ist ein Freund mit 17 aus dem Leben gerissen worden, bei so einem Unfall ! ( Moped)

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styrianprawda
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@Feja

Vielleicht hätte einfach "Hausverstand" - ganz abgesehen vom Beachten der StVO/Radfahrverordung - geholfen, diesen Unfall zu vermeiden.
Aber das wird das Gericht entscheiden. Wenn auch zu spät.

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mcy
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Feja

Richtig zu den technischen Hilfsmittel im LKW, aber auch das Verhalten der Radlerin gehört hinterfragt. Denn wenn man neben einem LKW (Vielleicht noch mit Aufleger) an einer Kreuzung rechts !! vorbeifahren will, sollte man zumindest schauen ob dieser LKW rechts blinkt und abbiegen will. (Seitenblinker ist sichtbar) Ich schau als Motorradfahrer immer auf so etwas. Einfach schon als Selbstschutz würde ich den Brummi im Zweifelfalls nicht rechts !!! überholen. Es steht leider nicht ob die Radlerin einen Fahrradweg benutz hat. Tragisch tragisch. Gruß mcy

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Feja
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Darum schrieb ich "vermutlich"

Aber ich Stimme dir völlig zu! Als Radfahrer müsst immer doppelt schauen, auch wenn du im "Recht" bist. Denn wennst tot bist, hilft dir das im Recht gewesen sein auch nichts mehr.

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PMA
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Warum?

Fürchterlicher Unfall. Mein Mitgefühl allen Beteiligten.
Ich verstehe es einfach warum man bei einem rechtsabbiegenden LKW nicht einen Sicherheitsabstand einhält. Ich bin selber LKW Fahrer, und war man da Tagtäglich erlebt ist der Wahnsinn. Da wird hinter einem LKW herumgestanden und einfach nicht reagiert auf Retourwarner und auf huben. Unter dem Motto ist eh der Fahrer schuld wen was passiert, nur hilft einem das nicht mehr wenn man tot ist. Ohne Kamera hätte ich auch schon einen Toten. Gottseidank hat mein Chef in eine investiert .

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gerbur
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@PMA

Sie machen es sich zu einfach! Ich beobachte bei LKW Fahrern eine gewisse Präpotenz, so nach dem Motto - schleicht Euch, ich bin der Stärkere! Und nur weil ein LKw Fahrer den Rückwärtsgang einlegt, muss man nicht gleich davonspringen. Der soll sich wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch selber darum kümmern ob das Zurückfahren gefahrlos ist, notfalls unter Zuhilfenahme von anderen Personen oder Kameras. Ich verstehe aber ehrlich gesagt nicht ganz, wie es überhaupt zu diesen Unfällen kommen kann. Wenn der Radfahrer am LKW rechts vorbeifährt und bei der Ampel hält, dann spielt er mit dem Leben. Wenn sich ein LKW Fahrer auf einen an der Ampel schon wartenden Radfahrer mit seinem Fahrzeug daneben hinstellt, dann gibt es keine Ausrede, den nicht gesehen zu haben. Wenn neben mir in Zukunft ein LKW an einer Ampel hält, schmeiss ich ihm sofort das Rad vor seinen Karren! ERNSTHAFT!!

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heinz31
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@gebur

Ihr Kommentar geht völlig an der Realität vorbei.
Sie glauben ja nicht ernsthaft, daß ein LKW-Fahrer, obwohl er rechts eine Radfaherein gesehen hat, trotzdem abbiegt?
Die sind froh, wenn sie ohne Vorkommnisse wieder am Abend zuhause sind.
Die wissen übrigens, daß sie die Stärkeren sind und sind deshalb besonders vorsichtig. Die größte Gefahr sind Fussgänger und Radfahrer, die glauben, daß sie sowiueso Vorrang haben - der muss mich ja sehen.
Dabei wäre die Aufnahme eines Blickkontaktes zu Bestätigung, gesehen zu werden, so einfach.
Und rechts bei PKWs vorfahren ist schon Grenzwertig, aber bei LKWs ist es, gelinde gesagt, eine manchmal tödliche Fahrlässigkeit!

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PMA
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Herr Gerbur

Ich lade Sie recht herzlich ein, einen Tag mit mir mit zu fahren um zu erleben wie es ist ein 40 Tonnen schweres und 16 Meter langes Ungetüm durch die Stadt zu lenken. Damit sie mal die andere Seite sehen. Man wird gehasst, beleidigt bespuckt. Sogar eingeschlagen wurde schon auf meinen LKW . Ganz zu schweigen das man beim abladen von „Präpotenten“ PKW Fahrern fast überfahren wird weil es ist ja nur ein dummer LKW Fahrer. Wir sind nunmal die bösen und an allem schuld. Aber zu ihrer Sicherheit würde ich ihnen durchaus empfehlen auf die Seite zu springen wenn sie hinter einem Brummi stehen der den Rückwärtsgang eingelegt hat. Er sieht sie nämlich nicht. Und bis er zurück läuft um nachzusehen ob wer hinten steht und bis er wieder hinter dem Lenkrad sitzt steht der nächste Schlaumeier hinten. Und versuchen sie mal in der heutigen Zeit einen hilfsbereiten Menschen zu finden der sie einweist. Viel Spaß dabei. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allzeit unfallfrei Fahrt. Geben sie auf sich acht und nicht immer den anderen die schuld.

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minerva
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PMA

setz dich mal in einen PKW - fahre Montag Morgens Autobahn Richtung Koper/Triest und sieh mal was deine Kollegen am LKW so alles anstellen - Fahren und Drängeln ohne Rücksicht auf andere auf der Tagesordung - vom ausscheren kurz vor dir ohne Blinken gar nicht zu reden - viel Spaß im PKW und pass auf dich und deine Kollegen auf

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PMA
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@minerva

Ich kann leider nichts dafür dass es überall Idioten gibt. Ich bin auch PKW Fahrer, Radfahrer und Fusgänger. Sie werden lachen, es gibt auch Pkws die drängeln und nicht blinken. Aber wie gesagt, dieses Land braucht nunmal einen Sündenbock. Ausländer und Lkw Fahrer .

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