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Schwerer Unfall im InnviertelLkw prallt gegen Zug und wird in Haus geschleudert

Ein Lkw-Lenker dürfte beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnüberganges im Innviertel einen Güterzug aus Deutschland übersehen haben. Zwei Menschen sollen verletzt worden sein.

Lkw stieß in OÖ mit Zug zusammen und beschädigte Haus
Lkw stieß in OÖ mit Zug zusammen und beschädigte Haus © (c) APA/MANFRED FESL (MANFRED FESL)
 

Ein Lkw mit einem Anhänger ist Montagnachmittag in Munderfing im Bezirk Braunau im Innviertel mit einem Zug zusammengestoßen und hat in weiterer Folge ein Haus schwer beschädigt. Die Landespolizeidirektion Oberösterreich bestätigte den Unfall auf Nachfrage, verfügte aber am Abend noch über keine Ermittlungsergebnisse. Laut ersten unbestätigten Meldungen gab es zwei Verletzte.

Güterzug übersehen

Der Lenker des Lkw, der auf einem angehängten Tieflader einen Bagger transportierte, dürfte beim Überqueren des unbeschrankten Bahnüberganges der Mattigtalbahn gegen 16.40 Uhr den herannahenden Güterzug aus Deutschland übersehen haben. Ein Zusammenstoß war nicht mehr zu vermeiden. Zum Glück waren die Kesselwaggons leer.

Aber der Zug durchtrennte die Verbindung zwischen Anhänger und Lkw. Während der Anhänger vor den Gleisen stehen blieb, wurde der Lkw auf der anderen Seite des Überganges durch die Wucht des Anpralls etliche Meter mitgeschleift. Er drehte sich um die eigene Achse und landete zuletzt mit dem Heck in einem neben der Bahnstrecke befindlichen im ÖBB-Eigentum stehenden Einfamilienhaus. Fotos zeigen, dass es schwer beschädigt wurde. Seine beiden betagten Bewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalles nicht in dem betroffenen Bereich des Gebäudes, blieben unverletzt, standen danach aber unter Schock. Weil das Haus nicht mehr bewohnbar ist, wurden sie bei ihrem Sohn untergebracht, berichteten die ÖBB.

Bei dem Unfall soll es zwei Verletzte geben Foto © (c) APA/MANFRED FESL (MANFRED FESL)

Die Fahrerkabine des Lkw blieb am Zug hängen. Der Lenker soll schwer verletzt und mit einem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden sein. Der Lokführer soll Prellungen erlitten haben. Die Aufräumungsarbeiten und auch die Ermittlungen der Polizei am Unfallort dauerten bis in die Abendstunden. Die ÖBB schickten einen Hilfszug an die Unfallstelle. Dessen Mannschaft bemühte sich, die Strecke wieder so zu reparieren, dass sie zu Betriebsbeginn am Dienstag wieder zur Verfügung stehen sollte, lautete die Auskunft der ÖBB.

OB
Das Haus am Bahnübergang wurde schwer beschädigt Foto © (c) APA/MANFRED FESL (MANFRED FESL)

Ansicht von innen Foto © (c) APA/MANFRED FESL (MANFRED FESL)

Kommentare (13)

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Südsteirer
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„Zug übersehen“ ist die falsche Headline!

Einen Zug übersieht man nicht so leicht! Schon gar nicht an dieser EK und erst recht nicht, wenn er schon so nahe ist, dass er einen erwischt!

@KleineZeitung: Bitte versuchen Sie endlich das richtig zu stellen und nicht immer die Auto- oder LKW-Fahrer in Schutz nehmen. Es ist zwar schlimm was passiert (und meistens passiert den PKW- und LKW-Fahrern mehr), jedoch sind daran meist dir PKW- und LKW Fahrer selbst Schuld. Denn größtenteils ist es Missachtung der StVO, wenn man ohne Vergewisserung auf einen freien Bahnübergang auf diesen einfährt.

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Barni1
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Unbeschrankt!

Würden die Bahn mehr Geld in den Ausbau der Schranken Anlagen investieren anstatt Millionen in die Taschen ihrer Manager zu stopfen würde das auch nicht passieren!

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Musicjunkie
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Na klar, für den Geisteszustand so manch Verkehrsteilnehmer, trägt natürlich die ÖBB die Verantwortung.

--

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Think_simple
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Schranken

Und was genau hätte der Schranken bewirkt? Wer einen hunderte Meter langen, 3m breiten und etwa 5m hohenbeleuchteten (und vermutlich auch Signal hupenden) Zug direkt vor seiner Nase übersieht, der fährt auch in den etwa 10cm dicken Schranken.
Und nebenbei: wie viele Lenker werden permanent zwischen den sich auch so plötzlich schließenden bösen Schranken eingeschlossen und können dann nicht vor und nicht zurück?
Grundsätzlich sollte ja niemand, der nur halbwegs bei der Sache ist, in so eine Situation kommen. Aber dann nicht einfach den Schranken durchbrechen, sondern stehen bleiben, ist auch eine wahrliche Meisterleistung. Solche Leute haben im Straßenverkehr leider nichts verloren, da sie die Situationen augenscheinlich nicht beherrschen können, das ist die einzige Wahrheit.

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Legu
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So a Nonsens...

....wie wäre es mit Eigenveratwortung ?
Stehenbleiben, schauen, wie es auch im Verkehrsgesetz vorgeschrieben ist .
Andreaskreuz für die Tante Wetti, was ?!
Hirn auch ?!
Auf der anderen Seite: nächtliche u.a. Strassenrennen; Mutprobe : auf der Autobahn Geisterfahrer spielen, ( =sind/ potentielle Mörder, da sie bewußt die Schädigung , Tod, Invalidität, Anderer in Kauf nehmen !!! )
bei Rot über die Kreuzungen fahren, alles ganz bewußt...
Und da reden Sie, von ganz Ö beschranken ???

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minerva
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jede EK (Eisenbahnkreuzung) ist gesichert Barni...

ob mit Andreaskreuz, Stop Tafel, Ampelanlage oder Schranken - für Nichtbeachten ist ganz allein der Lenker zuständig

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Carlo62
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unbeschränkt - unbeschrankt

Ein großer Unterschied!
Unbeschränkt ist die Unwissenheit mancher über die Bedeutung von Wörtern, unbeschrankt sind manche Bahnübergänge :-)

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Carlo62
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Danke für die Änderung im Text

.

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Think_simple
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Fahrtenschreiber

Und wieder einmal an einer sehr "unübersichtlichen" Stelle, ähnlich wie vor 2 Wochen in der Oststeiermark, als ein LKW in den HINTEREN Bereich eines Personenzuges krachte, und dies mit solcher Wucht, dass sich sogar die Gleisanlagen verworfen haben.
Wozu hat man auch so Assistenzsysteme wie Windschutzscheiben und Seitenfenster? Würde man dies während der Fahrt benutzen, wären solche Unfälle leicht zu verhindern.
Es wäre an der Zeit, generell Dashcams zuzulassen bzw. bei Berufskraftfahrern vorzuschreiben, inkl. Innenraum-Kamera. In Taxis werden diese jetzt wegen den Überfällen (sehr selten) gefordert, beim LKW würden diese aber den Missbrauch von Handy, Zeitung, TV, Musikinstrumenten etc. während der Fahrt ebenso dokumentieren und wohl auch reduzieren.

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haumioh
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hätte eine Frage

wer war zuerst da ? die Bahnstrecke oder das Haus - da muss aber bei der Planung und Widmung etwas falsch gelaufen sein

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lapinkultaIII
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Oh Ahnungslosigkeit

"in einem neben der Bahnstrecke befindlichen im ÖBB-Eigentum stehenden Einfamilienhaus."

Wird wahrscheinlich ein altes Streckenwärterhaus sein. Aber Hauptsache meckern.

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masterplan2k12
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Ich

Würde mal tippen, dass es sich um ein altes Streckenwärter/Bahnhofshäuschen handelt.

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Think_simple
1
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Haus

Es ist ein altes Bahnhofsgebäude, der LKW steht quasi auf dem Bahnsteig.
Frage an Haumioh: wie viele Häuser stehen wohl direkt am Straßenrand, und da siehst du kein Problem?

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