Don't smoke315.000 Unterstützer zum Start der zweiten Woche

Das "Don't smoke"-Volksbegehren ist am Donnerstag in die zweite Woche der Unterstützungserklärungsphase gestartet und hat die nächste markante Zahl von 300.000 Unterschriften übersprungen.

RAUCHVERBOT: STARTSCHUSS VOLKSBEGEHREN 'DONT'T SMOKE': SZEKERES
© APA/HANS PUNZ
 

Am frühen Nachmittag hatten knapp 315.000 Personen unterzeichnet, berichtete die Ärztekammer Wien. Computerprobleme waren den Organisatoren dabei "heute nicht bekannt", sagte ein Sprecher.

Unterdessen haben auch Ex-Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit unterzeichnet, berichtete die Initiative "Don't smoke" auf ihrer Facebook-Seite. Er habe das Volksbegehren "mit der Überzeugung unterschrieben, dass es einen klugen und sinnvollen Beitrag zur Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher darstellt. Es ist unserer Meinung nach nicht zu viel verlangt, ein gutes, auf breiter Basis beschlossenes Gesetz unangetastet zu lassen und nicht aufzuheben", schrieb Fischer in einem Brief an den Präsidenten der Ärztekammer Wien, Thomas Szekeres.

Der Ansturm auf die Abgabe der Unterstützungserklärungen scheint noch längere Zeit anzudauern. Bei der Ärztekammer meldeten sich weiterhin Personen, die sich derzeit im Ausland aufhalten, und hofften, ihre Stimme auch noch später abgeben zu können. Die Initiatoren hatten bereits angekündigt, die Phase der Unterstützungserklärungen mehrere Wochen lang laufen zu lassen. Die bisher abgegebenen Stimmen zählen später auch für das eigentliche Volksbegehren.

Die Möglichkeit zur Eintragung war in der Vorwoche am Donnerstag gestartet worden. Am Samstagabend wurde bereits die Hürde von 100.000 Unterschriften überschritten, ab der ein Volksbegehren im Parlament behandelt werden muss. Für die formale Einleitung des Volksbegehrens waren 8.401 Unterstützungserklärungen notwendig. Ziel von "Don't smoke" ist die Beibehaltung des ab Mai geltenden Gesetzes für ein Rauchverbot in der Gastronomie, das die schwarzblaue Regierung in den kommenden Wochen kippen will.

Das Volksbegehren sorgte unterdessen weiterhin für zahlreiche Neuanmeldungen bei der Handy-Signatur-Anwendung. Wurden etwa am 25. Jänner, einem "normalen" Tag, 2.800 Aktivierungen beantragt, waren es zum Start der Unterstützungsabgabe am 15. Februar 3.700 und am 19. Februar sogar mehr als 6.000, berichtete das Wiener Unternehmen A-Trust. Mit der Handy-Signatur können nicht nur Behördenwege online erledigt, sondern auch sämtliche digitale Unterlagen wie Kaufverträge oder Rechnungen unterschrieben werden.

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Danke für Ihr Verständnis.

Gantenbein
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Ein Ärztekammerpräsident...

...der raucht (O-Ton "sich dann und wann eine gönnt") und dann so eine Aktion anzettelt? Soviel zum Thema Glaubwürdigkeit... Die entsprechenden Bilder dazu werden im Netzt schon schön gepostet... Aber die Ablenkungsstrategie funktioniert ja. Keine Rede mehr von übetbordenden Gesundheitsbudgets, Ärtzte-Ausdünnung im ländlichen Raum usw. Baustellen gäbe es für den "Genussraucher" einige. Aber wenns so leicht auch funktioniert - eine einfache Verbotsdiskussion vom Zaum brechen und alle klatschen brav Beifall und stellen sich an zum Unterschreiben... Armes Österreich!

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Staubzucker
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Strache

ist ein Bilderbuch Demokrat (zynisch gemeint!)

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Gantenbein
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Und der KLZ sei gesagt...

... eure Kampagne hat nichts mit Qualitätsjournalismus zu tun. Die seit Jahren nun schon laufende Anti-Raucher Kampagne (der nun auch fast alle Leser auch brav zustimmen - ganz im Gegensatz zu den Lesern der Kronen Zeitung übrigens) ist parteiisch. Guter Journalismus geht anders.

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Gantenbein
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Wenn nun eh so viele...

...Wirtn freiwillig rauchfrei werden - wozu das dämliche Verbot? Wenn's genug Nichtraucher-Lokale gibt, sollte es für die Nichtraucher kein Problem sein auch (mehr als) eines zu finden und dort ihren Spass zu haben. Das regelt dann der Markt ohnehin bei über 70% Nichtrauchern. Und keiner wird in ein Raucherlokal gezwungen.
Bei einer Volksabstimmung stimmt die Mehrheit (über 70% NR!) über die Rechte einer Minderheit ab - dies ist demokratiepolitisch mehr als fragwürdig (genauer gesagt unwürdig). Analog könnten wir in Kärnten/Koroska genausogut über die Notwendigkeit der slowenischen Amtssprache abstimmen - Slowenisch wäre dann tot. Lasst uns Raucher unsere Refugien - wir werden auch keine Nichtraucherlokale stürmen. Versprochen...

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tturbo
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Am 4. März FPÖVP nicht wählen,

eine andere Sprache verstehen die nicht.

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voit60
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und hoffentlich

vorher am Sonntag in Tirol auch nicht.

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Schwupdiwup
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Jedem Wirt,

der jetzt auch nur noch einen einzigen Cent in Abtrennungen oder Belüftungen investiert, muss klar sein, dass SPÄTESTENS 2021 die Volksabstimmung kommt und dann mit Rauchen in der Gastro schluss sein wird

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alsoalso
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Denkzettel

An alle Vernünftigen! Unterschreibt dieses Volksbegehren aus Prinzip. Damit werden die Freiheitlichen(FPÖ) ihrer Lügen gestraft. Vor der Wahl groß von Bürgermitbestimmung reden - und jetzt als Regierer davon nichts wissen wollen. Solche Lügenbeutel brauchen einen Denkzettel.

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Andreas9938
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👍

Bin voll ihrer Meinung!

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Legu
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Ich rauche !

..aber ich kiffe nicht, saufen tu ich auch nicht. Ah! ich schreib auch keine SMS beim Selbstfahren, les auch keine und Anrufe über FSprechanlage...Soweit zu unseren Gefährdungen !
Diese Einseitigkeit zum Alkohol (nicht) hin, geht mir mächtig auf den Geist !
Ich esse sehr! gerne in einem rauchfreien Lokal- egal welcher Preisklasse !
Finde die Aktion : Wir sind rauchfrei...der Gastronomie ganz toll und so regelt sichs eh von selbst !
Diese Bevormundung durch unsere Gutmenschen undVolksvertreter nervt. Regst Euch für den Nahen Osten auf und gehts dafür auf die Barrikaden.

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dude
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Das mißverstehen Sie, Legu!

Dies hat überhaupt nichts mit einer Bevormundung durch Gutmenschen zu tun! Bei diesem Volksbehren regen sich die Menschen - zurecht - darüber auf, daß ein Schutzgesetzt, das bereits vor knapp 3 Jahren beschlossen wurde, aufgehoben werden soll.
Oder sehen Sie die Gurtenpflicht, die Alkoholbeschränkung beim Autofahren, die Helmpflicht am Motorrad, die Kindersitzpflicht im Auto, etc. etc. ebenso als lästige Bevormundung, die abgeschafft gehört?

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ffld
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Gutmenschen

ich bin froh, ein "Gutmensch"zu sein.
Sind Sie böse?

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