Österreichische Pressemenschen, die eine schnelle Expertise zu Militärluftfahrt-Themen brauchten, wählten seine Handynummer. Und wenn er nicht gerade in Riad, Farnborough oder auf einer anderen Airshow irgendwo auf der Weltkugel unterwegs war, hob Georg Mader auch verlässlich ab. Am Mittwoch ist der Journalist aus Wien verstorben, wie sein Kollege und Freund Martin Rosenkranz auf X mitteilte. Mader wurde 64 Jahre alt.

Georg Mader war ein Unikum in der österreichischen Medienlandschaft. Der Wiener Magistratsbedienstete hatte sich sein umfangreiches Fachwissen über die militärische Luftfahrt über Jahrzehnte hinweg selbst angeeignet, zudem war er tief in der Luftfahrtindustrie und dem österreichischen Bundesheer vernetzt. In militärischen Kreisen genoss der Wiener daher höchsten Respekt, bei Kollegen sowieso. Auch die Kleine Zeitung versorgte Mader regelmäßig mit Hinweisen, Einschätzungen und Expertisen über aktuelle Entwicklungen in der Militärluftfahrt bzw. mit Hintergründen über Beschaffungs- und andere Vorgänge im Verteidigungsministerium.

Auch dieses Foto von einer portugiesischen C-390 stammt von Mader
Auch dieses Foto von einer portugiesischen C-390 stammt von Mader © Georg Mader

Selbst verfasste Mader Artikel unter anderem für die Fachmagazine „Jane’s Defence“, „Air Forces Monthly“ und „Europäische Sicherheit & Technik“. Dem österreichischen Magazin „militär aktuell“ gehörte er seit dessen Gründung vor 14 Jahren an, seinen letzten Text übermittelte er laut Rosenkranz am Dienstag kurz vor Mitternacht.