Die Justizanstalt Innsbruck ist mit einem Nagetierproblem konfrontiert. Im Gefängnis siedelte sich eine Mäusekolonie an - wie es dazu kommen konnte, ist nicht bekannt. Laut Justizwachekommando wurden die Mäuse auch gefüttert, heißt es in einem Bericht des ORF Tirol. Ein Unternehmen wurde nun beauftragt, gegen die Mäuse anzukämpfen.

Die Nagetiere sollen sich nicht in den Räumen der Gefängnisinsassen befinden, sondern im Bereich der Justizwachebeamten. Betroffen seien Wachzimmer, der Bereitschaftsraum und Equipment. In einem internen Schreiben, das dem ORF vorliegt, bat man die Mitarbeiter, keine Mäuse zu füttern und Fallen nicht zu zerstören.

Können Krankheiten verbreiten

Jetzt soll ein Kammerjäger der Mäuseplage ein Ende setzen. Zum Einsatz kommen Giftköderboxen. Mäuse können Krankheiten wie Salmonellen oder das Hanta-Virus verbreiten und unter anderem Kabel anknabbern. Die Justizanstalt Innsbruck ist mit knapp 500 Haftplätzen das drittgrößte gerichtliche Gefängnis in Österreich.