Gleich vorweg eine Entschuldigung: Die folgenden Zeilen sind eine der Marke Spaßbremse. Immerhin geht es jetzt ja endlich, endlich wieder aufwärts, weil die Coronazahlen sinken; wir kehren endlich wieder in die Gaststuben zurück und dürfen schon bald auch noch länger miteinander anstoßen; und wir können endlich wieder Urlaubsreisen planen und auf einen „Sommer wie damals“ hoffen. Und genau in diese Glückseligkeit hinein kommt einer – echt jetzt? – daher und fragt: Wollen wir das wirklich?
Bei aller Euphorie über die Rückkehr zur „Normalität“ sollte man überlegen: War denn vor Corona noch alles normal? Und welche Lehren ziehen wir aus diesen Monaten, die uns und unsere Ja-ich-will-und-am-besten-sofort-Gesellschaft dramatisch bremsten?
So ist zu befürchten, dass der Klimawandel höchstens aus den Schlagzeilen verschwunden ist – und die jüngsten Wetterkapriolen bloß die Spitze des schmelzenden Eisbergs sind. Wollen wir angesichts dessen wirklich wieder zurückkehren zu Flugreisen in Dauerschleife um einen Spottpreis?
Wie gesagt, Marke Spaßbremse, ich weiß. Aber vielleicht eine Überlegung wert – zumindest nach dem ersten Flug ans Meer, der jetzt einmal den ärgsten Hunger stillt. Aber lange sollten wir halt nicht warten.
Neuer Sommerflugplan
Bei aller Euphorie über die Rückkehr zur "Normalität": Soll alles wie früher sein?
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