Mit dem Autokauf lässt sich die komplexe Beschaffung eines Kampf-Jets nicht vergleichen. Bevor das Verteidigungsministerium den Großauftrag an einen Flugzeughersteller vergibt – im aktuellen Fall über den Umweg von Regierungsbehörden –, ist eine Hundertschaft an Beamten und Juristen damit beschäftigt, den technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmen abzustecken. Weil es um viel Steuergeld geht (im Fall der Leonardo-Flieger um 1,1 Milliarden Euro), wird der Vorgang von A bis Z von Kontrollorganen wie Interner Revision und Rechnungshof begleitet. Eine eigene Beschaffungs-Prüfkommission im Verteidigungsministerium legt zudem regelmäßig Bericht.