Von Mensch zu MenschAm Ende eines "Sterbeverfügungsgesetzes" steht eines: Die Normalisierung des assistierten Suizids

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Carina Kerschbaumer
Carina Kerschbaumer © Kleine Zeitung
 

Manche Sätze werden nie vergessen. Wie jener einer alten Frau, die über Jahre ihren schwerkranken Mann pflegte und zu mir sagte: „Kindchen, Sie haben keine Ahnung, was es heißt, einen Menschen zu pflegen, der immer wieder sagt: Mutti, könnt’ ich nur sterben.“

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
1
0
Lesenswert?

lieschenmüller.....Sie können nicht bei der

Diagnose " KREBS " oder vergleichbarer Krankheiten einen Antrag auf STERBEVERFÜGUNG stellen...Sie müssen warten bis Sie Todkrank sind...da fängt das ganze an...Man möchte Sie " LEIDEN " sehen
Diese Bürokratie ist nicht dafür gedacht, ihr Leben mit den ganzen schrecklichen Begleit-
umständen, die man schon Monate durch ihre Ärzte kennt, NEIN...da müssen noch viele Wochen des Dahinsiechen vergehen....
WARUM, WOZU, WESHALB...ES IST AUSSICHTSLOS UND QUALVOLL und man sieht zu...WEM DIENT DAS, GANZ SICHER NICHT DEM STERBENDEN......
Gordon

stefstef
1
5
Lesenswert?

"Normalisierung des Suizids, tödliches Gift"

Falls ich mal sterbenskrank werden sollte, dann möchte ich zumindest die Möglichkeit haben mein Leben zu beenden statt jahrelang als Pflegefall zu "leben". Ich glaube nicht an euren Gott und ich lasse mir keine katholischen Moralvorstellungen aufzwingen wenn es darum geht mein eigenes Leben zu beenden. Ich schade keinem anderen Menschen damit, also geht euch das genau nichts an.

lieschenmueller
2
4
Lesenswert?

Persönlich meine ich für mich einen Punkt zu wissen, wann ich nicht mehr möchte

Aber, so der grausame Gedanke, bin ich dann noch in der Lage, selber aus diesem Leben zu kommen, das mir nichts mehr bietet? Und man glaube mir, ich weiß, wie das ausschaut. Wohlgemerkt für mich.

Also müsste ich einen Zeitpunkt vorher wählen, der mir das ermöglicht. Vieles käme für mich nicht infrage, aber auch das andere, das ich mir vorstellen könnte, zieht andere Menschen, die mich wohl gar nicht kennen, mit hinein. Nämlich, die mich finden, rausfischen oder bergen müssten. Auch wenn die das aus welchen Gründen auch leider öfter "beruflich" oder wie auch immer tun, eingebrannt in ihren Köpfen wird so was bestimmt sein. Sie vielleicht im Traum oder Unterbewusstsein verfolgen.

Es ist mir ein tröstlicher Gedanke, dass dies in Zukunft nicht mehr so sein muss. Und ich mein Ende irgendwie mitgestalten kann, wenn das Dasein, das mir nicht mehr erträglich erscheint, von selbst nicht weichen will.

Die Gratwanderung sehe ich wohl, nämlich dass Leute das Gefühl des Gedrängtseins von außen haben könnten, das "Last" sein für andere. Angehörige von mir hätten sich das nicht "einreden" lassen, das gilt natürlich nicht für alle Menschen, die da labiler sind.

Den idealen Weg zwischen diesen Ansichten gibt es nicht. Mir ist der, der jetzt kommt, lieber.

GordonKelz
1
0
Lesenswert?

Sie können das nicht vorher, mit der Diagnose

wenn es Ihnen schon schlecht ergeht, Sie müssen warten bis Sie Todkrank sind, dann
machen, oder wenn Ihnen nicht gut ist, Sie müssen warten bis Sie Todkrank sind, dann
können Sie einen Antrag stellen....
Gordon