Popsänger R. Kelly: Weitere Missbrauchsopfer vor Prozessbeginn

Kurz vor Prozessbeginn sind die Fälle weitere mutmaßlicher Missbrauchsopfer des ehemaligen Popstars R. Kelly bekannt geworden. Auftakt zum Prozess ist am 9. August.

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R. Kelly
R. Kelly ©  APA/AFP/Chicago Police Department/HO (HO)
 

Wenige Wochen vor dem geplanten Prozessbeginn gegen R. Kelly (54) wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe bringt die Staatsanwaltschaft in New York neue Vorwürfe gegen den Sänger vor. Laut Gerichtsdokumenten geht es um weitere Fälle von Missbrauch minderjähriger Mädchen und junger Frauen, erstmals wird aber auch ein Fall mit einem 17-Jährigen genannt, wie US-Medien am Samstag berichteten.

Kelly soll das männliche Opfer 2006 in Chicago kennengelernt, nach Hause eingeladen und missbraucht haben, schreibt "TMZ.com" unter Berufung auf die am Freitag eingereichten Unterlagen. Die Staatsanwaltschaft will vor Gericht erwirken, dass die neuen Vorwürfe in dem anstehenden Prozess gegen Kelly verwendet werden können. Das Verfahren soll am 9. August mit der Auswahl der Geschworenen beginnen.

Der R&B-Sänger ("I Believe I Can Fly") befindet sich seit seiner Festnahme 2019 in Haft. Der ursprünglich für Mai 2020 angesetzte Prozess wurde wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschobenen. Kelly, der seine Unschuld beteuert, ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und Nötigung angeklagt. Auch in Chicago und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen den Sänger vor.

Kommentare (1)
dieRealität2020
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1
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Verständlich.

Die Staatsanwaltschaft will vor Gericht erwirken, dass die neuen Vorwürfe in dem anstehenden Prozess gegen Kelly verwendet werden können.
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Wenn man in einigen US Medien liest und hören kann, wird sichtbar das halt hier im Finish jeder vermutlich und angeblich Betroffene zum Zug kommen möchte. Einerseits verständlich. Wie man aus der Erfahrung derartigen Prozessen sehen kann, gehts halt primär um die Kohle. Über die Kohle möchte an sich für sein damaliges erlittenes Leid schadlos halten, dass man Jahre-Jahrzehnte geschwiegen hat. Es gilt den gesetzlichen Regeln entsprechend die Unschuldsvermutung für den Angeklagten.