Hademar Bankhofer ist tot. Der als selbsternannter „Mister Gesundheit“ bekannt gewordene Bankhofer ist am Mittwoch mit 84 gestorben. Er zählte über viele Jahre zu den bekanntesten Gesundheitspublizisten im deutschsprachigen Raum. Sohn Hadschi Bankhofer bestätigte den Tod seines Vaters. „Friedlich lächelnd Hand haltend mit meiner Mutter Lizzy Bankhofer“, sei sein Vater gestorben, schreibt Hadschi Bankofer in den sozialen Medien. Sein Vater „wollte immer so lange wie möglich leben, das ist ihm gelungen, er ist ganz sanft an Altersschwäche gestorben“.
Der 1941 in Klosterneuburg geborene Reporter studierte an der Universität Wien Jus, Publizistik, Philosophie und Germanistik. Jedoch ohne Abschluss. In einer Phase, in der er selbst mit seinem Lebensstil haderte, lernte er seinen späteren Lehrer, den mehrfachen Radrennmeister Ferry Dusika, kennen. Durch ihn fand Bankhofer zum Thema Gesundheit. 1991 erhielt Bankhofer den Berufstitel „Professor“ als Anerkennung für seine Arbeit auf dem Gebiet der Medizin und Gesundheitsvorsorge, verliehen vom österreichischen Wissenschaftsministerium. Als Journalist war er für viele Wochen- und Tageszeitungen tätig. Über die österreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Bankhofer durch Auftritte auch im deutschen Fernsehen. Außerdem verfasste er Ratgeber zu Gesundheitsthemen.
Kritik wegen Schleichwerbung
Sein Wirken blieb jedoch nicht ganz ohne Kritik. Ein Teil seiner Verträge mit verschiedenen deutschsprachigen Sendern wurde gekündigt, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, Bankhofer würde Schleichwerbung für Pharmaprodukte machen. Seitdem war auch sein Umgang mit wissenschaftlichen Studien und sein journalistisches Verhaltensethos umstritten.
Hademar Bankhofer hinterlässt Ehefrau Lizzy und Sohn Hadschi Bankhofer.