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Was Leser meinenCorona-Krise: „Man hat eine geordnete Vorbereitung verschlafen"

Zahlenchaos bei den Corona-Neuinfektionen, zu spät verordnete Maßnahmen und Uneinigkeit unter Experten: Leserinnen und Leser sehen die Bevölkerung immens verunsichert und wünschen sich mehr Klarheit und Einigkeit.

 

Leserbriefe zum Denkzettel „Zeit für Zahlen“, 13. 11.

Im Moment wird den Bürgern viel zugemutet und das ist in der derzeitigen Corona-Situation auch notwendig. Doch was wir zurzeit erleben, ist eines zivilisierten, hoch entwickelten Landes unwürdig. Trotz extrem stark steigender Neuinfektionszahlen wurde der „Lockdown light“ wegen der Herbstferien verspätet eingeleitet und hat so zu einer Überforderung der Gesundheitsämter geführt. Dafür sind neben den Politikern auch wir Bürger verantwortlich. Viele ignorieren die gesetzten Maßnahmen und tragen so zur unerfreulichen Situation bei. Manche sehen nur noch ihre eigenen Interessen und fordern vermehrt staatliche Hilfen und Zuwendungen.
Ernüchternd ist jedoch die augenscheinliche Unfähigkeit unserer Verwaltung. Man ist nicht einmal in der Lage, tagesaktuelles Zahlenmaterial über die Anzahl der Neuinfektionen termingerecht zu liefern. Das Contact Tracing ist trotz angebotener Hilfen zusammengebrochen und die Wartezeiten bei den Tests für die Betroffenen sind eine Zumutung. Obwohl eine Verschärfung der Situation für Herbst und Winter vorhersehbar war, hat man eine geordnete Vorbereitung schlichtweg verschlafen und den Status eines Vorzeigelandes in der Bekämpfung der Pandemie verspielt. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn das Vertrauen der Bürger in die Politik und ihre Institutionen schwindet.
Josef Klinar, Millstatt

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