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Captain Tom MooreApril: Roll on and on and on, Sir Tom!

Er ist 100 Jahre alt und rollte mitten im britischen Lockdown schnurstracks in die Herzen der Menschen: Captain Tom Moore, Pardon: Sir Tom Moore sammelte als „Spaziergänger“ 40 Millionen Euro.

Captain Tom Moore
Captain Tom Moore © APA/AFP/JUSTIN TALLIS (JUSTIN TALLIS)
 

Natürlich wäre das Wort „Spendenlauf“ jetzt leicht übertrieben, denn Captain Tom Moore ist zwar mit seinen 100 Jahren geistig noch topfit, aber mit dem Gehen hapert es schon. Also nennen wir die Großtat, die der Brite im Frühjahr mitten im Lockdown vollbracht hat, „Spendenspaziergang“. Die Insel war durch das Brexit-Tohuwabohu ohnehin schwer paralysiert, dann kam die Coronakrise und hat dem Land, das ohnehin an einem maroden Gesundheitssystem krankt, zusätzlich zugesetzt. Aber der Kriegsveteran, für den Resilienz nicht nur ein Buchtitel in Lebensratgebern ist, ist offenbar kein Mann des Murrens, sondern einer des Tuns. Also heckte der wackere Captain folgenden Plan aus: Um Geld für Wohltätigkeitsorganisationen zu sammeln, werde er 100 Mal jeweils 25 Meter im Garten des Familienanwesens in der Grafschaft auf und ab gehen – gestützt auf seinen Rollator. Das Spendenziel gab er damals mit 1000 Pfund an. Weil der ebenso vitale wie vife Captain Tom wusste, dass man das Licht dieser guten Tat nicht unter den Scheffel stellen darf, mobilisierte er seine gut vernetzte Tochter, die wiederum die örtlichen Medien in Gang setzte. Und flugs verbreitete sich das Licht wie ein Leuchtfeuer, und die Nachrichten über diese Aktion – die man natürlich als „typisch britisch“ bezeichnen kann – rollten um die Welt.

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