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Wie verändert Corona unser Zeitgefühl?Der Müßiggang gelingt in kleinen Schritten

Corona bremst uns ein und schickt uns auf die Wartebank. Welche Auswirkungen das auf uns hat, warum wir gerne am Rad der Zeit drehen und wie man die Kunst des Müßiggangs erlernen kann.

Der Müßiggang ist eine Übungssache
Der Müßiggang ist eine Übungssache © (c) ArtushFoto - stock.adobe.com (ARTUSH)
 

Herr Schweifer, als Zeitphilosoph sprechen Sie beim Thema Covid von neuen „ver_rückten“ Zeiterfahrungen – was meinen Sie damit?
FRANZ J. SCHWEIFER: Verrückt im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Diese schwierige Phase stellt alles auf den Kopf, sie reißt uns heraus. Im Sinne der Erfahrung, dass nicht wir machen, sondern etwas mit uns gemacht wird. Es verrückt uns, sozusagen. Positiv formuliert kann verrücken aber auch heißen, dass wir zu gewissen Dingen ein bisschen mehr Abstand und wesentliche Einsichten gewinnen könnten, als wenn wir direkt im Sog des Alltagsgetriebes verharren würden.

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