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Präsidiale Absacker & Co.Der Gastgarten ist ein sündiges Paradies

Ein präsidialer „Absacker“ hat eine Fixgröße der heimischen Gastronomie in den Fokus gerückt: den Gastgarten. Einblicke in eine Oase der Gemütlichkeit.

Eine Oase der Gemütlichkeit
Eine Oase der Gemütlichkeit © photo 5000 - stock.adobe.com
 

Der Himmel ist leer. Keine Wolke. Nur dunkles, sattes Ende-Mai-Blau.
Glückliche Tage sind das, an denen man endlos draußen sitzen kann im Würgegriff des aufkeimenden Sommers. Ein wenig Sonne reicht, und schon zerren die vom Virus wirtschaftlich ohnehin ausgehungerten Wirte Klappsesserln, Holzbänke, Plastiktische und Campingschirme aus ihren Kellerverliesen ans Tageslicht und verstellen damit lichte Dorfplätze, lauschige Innenhöfe oder lästige Parkplätze.

Mitten in die fahlen Beton- und Asphaltwüsten des Urbanen implantierten sie blühende Oasen aus Blumenkisterln, Staudenhecken und Zwergbäumen. Davor die Straße. Dahinter der Gehsteig. Darüber eine halb automatische Dachkonstruktion aus auf modische Markisen hingeföhnten Sattelschlepperplanen. Dazwischen Tische und Stühle, Bänke, Beleuchtungsinventar und neuerdings künstliche Barrikaden aller Art, die den mindesten Abstand maximal garantieren sollen. Die verordnete Distanzierung vom Nachbargelage gilt vom Pöbel bis zum Präsidenten, vom Grind-Tschecherl bis zum Nobelitaliener, vom Tiroler Bergdorf bis zur Wiener Innenstadt. Das Elitäre dieses Bewirtungsformats liegt in seiner gnadenlosen Gleichmacherei.

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