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ZeitgeschehenNach diesem Inferno knickte der Stephansdom ein

Alle Luftangriffe der vergangenen Monate hatte der Stephansdom überstanden. Doch in der Endphase des Zweiten Weltkriegs knickte das Wahrzeichen Wiens am 12. April 1945 nach einem Inferno ein.

Das Wahrzeichen Wiens, der Steffl im April 1945
Das Wahrzeichen Wiens, der Steffl im April 1945 © ÖNB-BILDARCHIV/ALBERT HILSCHER
 

Die seit 6. April tobende Schlacht um Wien neigt sich dem Ende zu. In einem Kampf oft Haus um Haus drängen die sowjetischen Truppen die geschwächten Verteidigungseinheiten der deutschen Wehrmacht an den Donaukanal. Rund 20.000 Soldaten sollen in der Stadt einige Hunderttausend Rotarmisten des Marschalls Tolbuchin aufhalten. An diesem 11. April 1945 steht so gut wie fest, dass der Zweite Weltkrieg für Wien nur noch eine Frage weniger Tage sein wird.

Das Wahrzeichen der einstigen Kaiserstadt der Habsburger, von den Nationalsozialisten 1938 schließlich zu einem Reichsgau degradiert, der Stephansdom, steht noch. Wenn auch beschädigt. Das Meisterwerk gotischer Baukunst überstand mehr als 50 Luftangriffe auf Wien, nur vom letzten, dem schwersten, am 12. März, dem Funken für den vernichtenden Brand der Staatsoper, trugen das Burgtheater, die Albertina wie auch der von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannte Dom schwere Schäden davon. Wie Einschläge im Dach. Noch steht sie fest da, diese Kathedrale des Erzbischofs von Wien.

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