Ob im gehobenen Fischrestaurant am Hafen von Mólivos, einem touristischen Zentrum von Lesbos, oder im schlichten Kafenion in einem Bergdorf wie Agiássos – irgendwann kommt er auf den Tisch: der Ouzo. Nur, dass er auf Lesbos ganz anders getrunken wird als in Österreich. Hierzulande trinkt man ihn aus Schnapsgläsern, in der Regel als Aperitif oder Absacker am Ende eines Essens, oft auch „aufs Haus“. In Griechenland begleitet er das ganze Essen, manche sagen sogar: Das Essen begleitet den Ouzo. Und auch sonst gibt es zwischen hiesigen und griechischen Trinkgewohnheiten einige Unterschiede. Doch dazu später mehr.
Griechische Insel
Warum Lesbos die wahre Ouzo-Hauptstadt der Welt ist
Wenn es um das Nationalgetränk Ouzo geht, hat Lesbos die Nase vorne. Die Insel deckt mit ihren vielen kleinen und großen Destillerien 50 Prozent der griechischen Produktion ab. Man muss nur dem Duft von Anis folgen.
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