Deutlich niedrigere Zinsen und ein Kleinreden des Risikos sorgten dafür, dass sich bis 2007 fast ein Drittel der österreichischen Haushalte mit Kreditbedarf auf das Hochrisikogeschäft eines Fremdwährungskredits einließen – meistens wurde damit Wohnraum finanziert. Zum Risiko, dass schon der Tilgungsträger, der für den meist endfälligen Kredit parallel angespart werden muss, mit sich bringt, kommt das Wechselkursrisiko. Die Folge: Am Ende der Laufzeit ist für den Kredit unter Umständen viel mehr zurückzuzahlen, als aufgenommen wurde – und den Währungsverlust kann der Zinsvorteil nicht annähernd wettmachen. „Bei solch einem Risiko ist Transparenz besonders wichtig und einforderbar, auch und gerade, was die Modalitäten angeht, mit denen der Wechselkurs berechnet wird. Es geht ja nicht nur um den Wechselkurs bei der Endzahlung, sondern auch bei der Zinszahlung“, sagt der Grazer Rechtsanwalt Arno F. Likar.