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Konsumentenschützer warnenVorsicht, Falle: Betrug durch Streamingdienste

Betreiber dubioser Streaming-Dienste scheinen in Corona-Jahr besonders erfolgreich zu sein. Wie Sie Betrug rechtzeitig erkennen und warum Sie sich von Mahnungen nicht einschüchtern lassen sollten. Rat von den Konsumentenschützern der Arbeiterkammer.

© (c) metamorworks - stock.adobe.com
 

In diesem Jahr verbringen Konsumenten coronabedingt viel Zeit daheim vor den Bildschirmen. Das wissen Betreiber betrügerischer Streamingdienste offenbar gut auszunutzen. Allein beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich gingen nur im Monat Oktober rund 100 Beschwerden dazu ein. Diese dubiosen Seiten erwecken den Eindruck, das Streamen von aktuellen Filmen und Serien sei kostenlos und nach einer kurzen Registrierung sofort verfügbar.

360 Euro fürs Jahres-Abo

Tatsächlich berichten Betroffene, dass sie das Angebot trotz erfolgreicher Registrierung gar nicht nutzen können und nach einer 5-tägigen Testphase eine Zahlungsaufforderung über knapp 360 Euro für ein vermeintlich abgeschlossenes Jahresabonnement erhalten. Konsumenten berichten aber nicht nur von Mahnungen, sondern auch von aufdringlichen Telefonanrufen und sogar der Androhung von Pfändung, wenn der geforderte Betrag nach der kostenlosen Testphase nicht bezahlt wird.

Die Experten der Arbeiterkammer warnen eindringlich: "Betroffene sollten sich hiervon keinesfalls einschüchtern lassen. Diese Zahlungsaufforderungen sind nicht korrekt und kommen teilweise von Inkassounternehmen oder vermeintlichen Rechtsanwaltskanzleien, die gar nicht existieren."

Keine Zahlungspflicht!

Grundsätzlich gilt: Werden Konsumenten bei der Anmeldung nicht eindeutig über alle Kosten und die Vertragsdauer informiert, kommt kein gültiger Vertrag zustande. "Und für eine gültige Vertragsverlängerung müssen Konsumenten vor Ablauf der Testphase eine Information über die bevorstehende Vertragsverlängerung erhalten, ansonsten läuft der Vertrag aus." Anders gesagt: "Ohne gültigen Vertrag und/oder ohne rechtmäßige Vertragsverlängerung besteht keine Zahlungspflicht!
 

Zu schön, um wahr zu sein

"Filme, die aktuell in den Kinos laufen, werden nie legal auf kostenlosen Streaming-Seiten angeboten", fassen die Konsumentenschützer das Problem zusammen. Merke: Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist meistens wirklich nicht wahr! Damit nicht noch mehr Menschen Opfer dieser dubiosen Streaming-Dienste werden, haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich ein Kurzvideo gedreht, wie man Betrüger in diesem Bereich erkennen kann.

Hier geht es zum Video über betrügerische Streamingdienste

Kommentare (2)
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xandilus
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5
Lesenswert?

Zu schön?

Finde ich nicht, denn es hat schon seinen Sinn, daß Kinofilme zuerst im Kino laufen. Die gute alte Institution "Kino" ist ohnehin schon am Aussterben, und durch solche Streamingdienste würde ihr der letzte Bonus abhanden kommen.
Ein halbes Jahr Geduld für das Fortbestehen dieser wertvollen Einrichtung darf nicht zuviel verlangt sein....

DukeNude
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Lesenswert?

bitte was

soll am Kino so toll sein? Meinst schlechtester Ton, BIld naja, groß, aber nicht gut, halbe Stunde anstellen mit popkornfressenden Proleten, überteuerte Getränke, erbärmlicher Kebapgestank/Körpergeruch im Kinosaal, Leute, die immer reden, am Handy herumtippen usw.. Dazu hinfahren, Parkplatzsuche.
Nein danke, da schau ich mir Filme lieber zuhause in bester Qualität mit meiner Familie an.