Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Weil Sohn (17) rauchteGeldstrafe für Mutter konnte abgewendet werden

Eine Mutter sollte eine Verwaltungsstrafe bezahlen, weil ihr minderjähriger Sohn mit Zigaretten erwischt wurde. Wieweit die Aufsichtspflicht von Eltern reicht und warum unsere Leserin schließlich doch nicht zahlen musste.

Der 17-jährige Sohn unserer Leserin wurde von der Polizei mit Zigaretten ertappt. Die Mutter sah sich mit dem Vorwurf einer Verletzung ihrer Aufsichtspflicht konfrontiert
Der 17-jährige Sohn unserer Leserin wurde von der Polizei mit Zigaretten ertappt. Die Mutter sah sich mit dem Vorwurf einer Verletzung ihrer Aufsichtspflicht konfrontiert © (c) thongsee - stock.adobe.com (Thongsee Muellek)
 

Der damals 17-jährige Sohn unserer Leserin wurde im Vorjahr am helllichten Tag auf einem Grazer Parkplatz von der Polizei mit 11 Stück Zigaretten erwischt und angezeigt, weil Jugendlichen dies laut Jugend(schutz)gesetz in der Steiermark (wie auch in Kärnten) bis zur Vollendung ihres 18. Lebensjahres verboten ist. „Ich bekam daraufhin eine Strafverfügung wegen Verletzung meiner Aufsichtspflicht“, erzählt die Frau, deren Mann damals bis zum Jahresende beruflich im Ausland war. „In meinem mündlichen Einspruch habe ich beteuert und erklärt, alles Mögliche getan zu haben, um meinen Sohn vom Rauchen abzuhalten, dennoch habe ich im März ein Straferkenntnis mit einer Verwaltungsstrafe von 132 Euro erhalten. Dagegen hat mein Mann in meinem im Namen sofort eine Beschwerde eingereicht - mir geht es derzeit gesundheitlich nämlich nicht gut“, schildert die Leserin den Sachverhalt. Ihr Mann und sie seien überzeugt, als Eltern alles getan zu haben, um die betreffenden Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes einzuhalten. „Trotzdem wurden wir jetzt in dieser Sache zu einer Verhandlung am steirischen Landesverwaltungsgericht geladen“, erzählen die Eltern und bitten um Hilfe bzw. rechtlichen Beistand.

Kommentare (7)

Kommentieren
Mein Graz
1
15
Lesenswert?

Ein völlig realitätsfernes Gesetz, das noch dazu äußerst schwammig formuliert ist

Wie soll man als Elternteil einen 17-jährigen so "beaufsichtigen", dass der Erwerb von Zigaretten bzw. das Rauchen ausgeschlossen ist?
Es ist unmöglich, einen Jugendlichen ständig zu überwachen - und es ist aus psychologischer Sicht bestimmt nicht für die Selbständigkeit eines jungen Menschen förderlich!
Einerseits wird über Helikoptereltern geklagt, andererseits soll man sein Kind ständig bewachen - und das in jugendlichem Alter?

Es wäre doch viel besser, den Jugendlichen selbst zur Verantwortung zu ziehen, etwa durch Sozialstunden. Einen Jugendlichen ohne eigenes Einkommen finanziell zu bestrafen wäre ebenfalls wenig sinnvoll, weil dann wieder die Eltern dafür aufkommen müssen.
Also Jugendliche durch Minderung ihrer eigenen Freizeit zum Nachdenken bringen!

mostlant
17
12
Lesenswert?

Eine ganz einfache schnelle Lösung,

Mutter zahlt die Strafe und fordert vom Sohn den Betrag zurück !!! Aber stattdessen bemüht sie Gericht und Anwalt ...

Mein Graz
5
10
Lesenswert?

@mostlant

Sinnvoll? Ich weiß nicht...
Die meisten Jugendlichen haben doch kein eigenes Einkommen. Also fordert die Mutter eigentlich nur das Taschengeld vom Kind zurück. Und wenn er in Geldnot ist, wer springt dann ein?
Richtig, die Eltern...

kritiker47
5
7
Lesenswert?

Gratuliere,

was für ein "großartiger" Erfolg der Ombudseinrichtung im Bestreben, Jugendlichen das Rauchen abzugewöhnen. Ist dieses Bemühen ernst gemeint oder einer persönlichen Bekanntschaft mit der Mutter geschuldet ? Jedenfalls gibt es tausende, bessere Hilfsmöglichkeiten für die "Kleine", oder nicht ?

Ragnar Lodbrok
3
7
Lesenswert?

derjenige, der ihm die Zigaretten gegeben hat muss zur Verantwortung

gezogen werden.
Man kann seine Kinder ja nicht zu Hause einsperren!?
gut Zureden nutzt bei vielen Kinder nichts - wer einen entsprechenden Freundeskreis hat fängt mit 11 zu Rauchen an. Da ist man als Elternteil machtlos.
Was sagt der Kinderpsychologe dazu? "Lassen Sie sie rauchen - sie können es nicht verhindern". Man zieht ihnen die Strafe vom Taschengeld ab? Spitze - dann können sie ihr Kind gleich bei der Polizei abholen wg Diebstahl.

Amadeus005
19
35
Lesenswert?

Wenn niemand eine Strafe bekommen kann

Dann ist das Gesetz wertlos. Dann muss halt der Sohn zahlen, oder im das Taschengeld reduziert werden. Dann kann er sich ein paar Packerln weniger leisten.

differentialrechnung
4
28
Lesenswert?

@Amadeus005

"Gratuliere zu Ihrer realistischen Vorstellung, was Eltern tun können bzw. doch unbedingt müssten, um einen Siebzehnjährigen am Besitz oder gar vom Rauchen von Zigaretten effizient zu hindern"