Am Donnerstag gibt die EU-Kommission den Startschuss für ihre riesige Online-Bibliothek Europeana, die Europas gesamtes kulturelles Erbe über das Internet zugänglich machen soll - nicht nur Bücher und Dokumente, sondern auch Musik, Fotos, Karten, Gemälde und Filme.
Kostenlos. Mit 14 Mitarbeitern und geschätzten Kosten von 2,5 Millionen Euro pro Jahr sind die Anfänge der Europeana allerdings vergleichsweise bescheiden. Auf dem Webportal http://www.europeana.eu sind zunächst fast drei Millionen Manuskripte und Bücher, Gemälde, Filme und Fotografien kostenlos abrufbar. Bis zum Jahr 2010 soll Europas digitale Bibliothek zehn Millionen historische Zeugnisse und Kunstwerke in allen EU-Sprachen präsentieren. Aber auch das ist angesichts von 2,5 Milliarden Büchern, die es allein in Europas herkömmlichen Bibliotheken gibt, noch weit entfernt vom Traum einer allumfassenden Wissensdatenbank.
Europa stellt seinen kulturellen Reichtum online
Die sagenumwogene Bibliothek in Alexandria
sollte das gesammelte Wissen der antiken Welt vereinen - das heutige
Europa hat ähnlich ehrgeizige Pläne.
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