Es heißt Wurzelwerk und ist das etwas andere Mittagsrestaurant im Zentrum von St. Veit. Das beginnt bei der Einrichtung – die ist laut Eigendefinition „upgecycelt“, man könnte auch Vintage oder Secondhand sagen. Also: Viele verschiedene Möbelstücke, das wirkt gemütlich und sympathisch und vermittelt Wohnzimmeratmosphäre. Nur eine Garderobe fehlt. Rechts vom Eingang die kleine offene Küche, das Reich von Wirt André Kohlbacher, dann eine kleine Theke für die Selbstbedienung. Im Innenhof ein kleiner Gastgarten.

Auch das Angebot ist nicht alltäglich. Vormittags wird Frühstück angeboten, mittags bis 16 Uhr drei täglich wechselnde Menüs, eines mit Fleisch, eines vegetarisch oder vegan, eines international bzw. exotisch. Und: Schüler bzw. Studenten bezahlen etwas weniger, außerdem kann man sich an der Saftbar bedienen, das ist im Preis inbegriffen.

„Reinkalan“ und der Hinweis auf das heutige Dessert
„Reinkalan“ und der Hinweis auf das heutige Dessert © H. & M. Grötschnig

Laut Homepage wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Produkte gelegt – man kann die Gerichte auch „takeaway“ mitnehmen. Wir haben aber im Lokal gegessen und starteten mit einer sehr guten, eher flüssigen Karottensuppe, angereichert mit Croutons. Ausgezeichnet auch das „natural“ servierte Cordon Bleu, also nicht gebacken, sondern eine Art gefülltes Naturschnitzel mit guten Salzkartoffeln und Salat. Eine anständige Portion. Das Fischcurry mit reichlich Gemüse und Jasminreis ist fast suppig, sehr gut abgeschmeckt, die Curryschärfe ist zurückhaltend.

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Vegetarisch stehen bei unserem Besuch Topfenreinkalan auf der Karte: Diese haben wir schon flaumiger gegessen, sie werden von Apfelmus oder Salat begleitet. Als Dessert steht ein Mandarinenkuchen auf der Theke, schön saftig und nicht zu süß. Einige Fruchtsäfte mit Leitungs- oder Mineralwasser stehen gratis zur Wahl, es gibt Wimitzer Bier vom Fass oder Weine vom Winzerhof Sax. Der Java-Kaffee schmeckt ausgezeichnet.

Montag bis Freitag sind drei Menüs angesagt, samstags steht ein Brunch am Programm. Die Homepage zeigt den Menüplan, einige Beispiele aus der Kalenderwoche 8: Spaghetti mit Linsenbolognese, Kalbsragout, Spinatlasagne, gefüllte Paprika, süß-saures Hühnerfilet, orientalische Kichererbsen-Bowl, Ritschert. Für Abwechslung ist also gesorgt.