RatgeberSo erkennen Sie, ob Sie schon schlecht hören

3 Fragen zum guten Hören: Von hohen Tönen und Verständnisproblemen.

Gut hören
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1. Was sind die größten Gefahren für das Gehör?

Das Risiko für einen Hörverlust hänge nicht nur von der Lautstärke ab, sondern auch davon, wie lange und wie oft das Gehör einer hohen Lautstärke ausgesetzt werde. „Unser Gehör toleriert nur ein gewisses Ausmaß an täglichem Lärm“, sagt Peter Franz, Vizepräsident der HNO-Gesellschaft. Während der Gehörschutz am Arbeitsplatz in den letzten Jahren verbessert wurde, so passieren, laut Franz, die meiste Hörschädigung in der Freizeit. Bei lauten Konzerten oder Sportveranstaltungen empfiehlt es sich, einen Gehörschutz zu tragen und den restlichen Tag die Ohren zu schonen. Eine Milliarde junger Menschen zwischen 12 und 35 Jahren gefährdet laut WHO ihr Gehör mit zu lauter Musik.

Früh zum Hörtest

Fatal ist, dass Menschen trotz schlechter werdendem Gehör sehr spät Hilfe beim HNO-Arzt suchen. Je länger das Hörzentrum keine Reize empfängt, desto mehr degeneriert es. Um sich an ein Hörgerät zu gewöhnen, muss man es tragen - mindestens sechs Stunden pro Tag!

2. Woran erkenne ich einen schleichenden Hörverlust im Alter?

Als Erstes gehen hochfrequente Laute wie „s“ oder „f“ verloren. Versteht man nicht mehr, ob das Gegenüber „Reihe“, „Reise“ oder Reife“ gesagt hat, ist das laut Gabriele Machhammer, Landesinnungsmeisterin der Gesundheitsberufe, ein Warnsignal. Weiters werden laute Umgebungen, wie in vollen Restaurants, immer störender - es wird schwieriger, Gesprächen zu folgen. Ein weiterer Indikator: die Lautstärke des Fernsehers. Kriecht die immer weiter nach oben, ist das ein Zeichen, dass das Gehör getestet werden sollte.

3. Warum gilt beim Hörgerät: je früher, desto besser?

„Die Menschen kommen oft sechs bis zehn Jahre zu spät zum Hörtest“, sagt Machhammer. Je länger man wartet, desto schwerer sei es, sich an die „Korrektur“ zu gewöhnen.

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