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Der Schein trügt Betroffene schätzen Schlafstörung oft falsch ein

Heute gut und lang geschlafen? Die richtige Antwort auf diese Frage fällt nicht allen Menschen leicht. Eine Studie der MedUni Wien zeigte, dass Patienten mit Schlafstörungen ihre Schlafdauer oft völlig falsch einschätzen.

Wie lange habe ich geschlafen? Die Selbsteinschätzung ist nicht immer einfach.
Wie lange habe ich geschlafen? Die Selbsteinschätzung ist nicht immer einfach. © (c) StockPhotoPro - stock.adobe.com
 

Menschen mit Schlafstörungen haben oft eine Fehlwahrnehmung ihres tatsächliche Schlafverhaltens. Eine Forschungsgruppe um Karin Trimmel und Stefan Seidel von der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien (Ambulanz für Schlafstörungen und schlafassoziierte Störungen) erhob nun mittels Auswertung von Polysomnographien, bei welchen Formen eine Differenz zwischen Eigenwahrnehmung und Messresultaten auftritt, und ob es dafür begünstigende Faktoren gibt. Das zentrale Ergebnis: Patienten mit Insomnie unterschätzen ihre Schlafdauer am häufigsten, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Untersuchungsort.

Die Studie wurde im renommierten Journal of Clinical Sleep Medicine publiziert. In der Schlafforschung sind Fehlwahrnehmungen der Patienten über deren tatsächliche Schlafdauer ein bekanntes Phänomen. Oft haben sie einen individuell anderen Eindruck ihres Schlafverhaltens, als es klinische Messungen ergeben. Dennoch gab es bisher keinen wissenschaftlich durchgeführten Vergleich zwischen realer Schlafzeit und der persönlich wahrgenommenen von Betroffenen, der auch die begleitenden Faktoren analysierte.

Eine Forschungsgruppe um die Neurologen Karin Trimmel und Stefan Seidel von der Ambulanz für Schlafstörungen und schlafassoziierte Störungen der MedUni Wien analysierte nun retrospektiv zwischen 2012 und 2016 durchgeführte Patientengespräche und Polysomnographien (PSG) einer repräsentativen Gruppe von 303 Patienten der Schlafambulanz, darunter 49 Prozent Frauen. 32 Prozent litten an der am häufigsten auftretenden Schlafstörung, der Insomnie, 27 Prozent an schlafbezogenen Atmungsstörungen, 15 Prozent an schlafbezogenen Bewegungsstörungen, 14 Prozent an Hypersomnie/Narkolepsie und 12 Prozent an Parasomnien.

Bei der PSG werden über Nacht die Schlaftiefe, Muskelaktivitäten und die Atmung gemessen. Diese Untersuchungen können stationär oder ambulant stattfinden, wobei die Patienten im letzteren Fall zuhause übernachten.Es zeigte sich, dass eine Diskrepanz zwischen berichteter Eigenwahrnehmung und tatsächlichen Messergebnissen bei allen Schlafstörungen auftritt, jedoch bei Insomnie am größten ist, unabhängig vom Alter, Geschlecht und ob die Untersuchungsnacht im Schlaflabor oder zuhause verbracht wurde. Insomnie-Patienten überschätzten ihre Schlaflatenz, also die Dauer bis zum Einschlafen, und unterschätzten deutlich ihre reale Schlafdauer.

Eine Rolle könnte dabei ein konstant erhöhtes Grundanspannungsniveau der Betroffenen mit einer daraus resultierenden gestörten Schlafarchitektur spielen, zusätzlich sind Insomnien häufig auch mit psychiatrischen Krankheitsbilder assoziiert. Im Gegensatz zu Insomnie-Patienten gab es bei Patienten mit anderen Schlafstörungen Tendenzen zur Unterschätzung der Schlaflatenz und Überschätzung der tatsächlichen Schlafdauer.

Die Studie erhärtet die klinische Beobachtung, dass Fehlwahrnehmungen bei allen Formen von Schlafstörungen auftreten, jedoch am ausgeprägtesten bei der Insomnie. Die Behandlung der Wahl ist hierbei die kognitive Verhaltenstherapie. Karin Trimmel: „Die Integration dieser Fehlwahrnehmung in die Verhaltenstherapie kann den Behandlungserfolg deutlich verbessern, daher ist die Durchführung
einer Polysomnographie bei Patienten mit therapieresistenter Insomnie sehr zu empfehlen.“

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krickente
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Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen

Schlafstörungen können wirklich verdammt belastend sein. Wenn der Schlaf nur kurz beeinträchtigt ist, geht es, finde ich, noch irgendwie. Auf Dauer wird es zum Teufelskreis und immer schlimmer. Habe das erst letztes Jahr im Frühling sehr intensiv erlebt. Mir hat meine beruflich unsichere Zukunft das Einschlafen erschwer, das allergiebedingte Schnarchen meines Partners hat mir dann den Rest gegeben. Habe mir dann als natürliche Hilfe zum Einschlafen Niosan über eine Versandapotheke bestellt. Zusätzlich haben wir eine Matratze ins Wohnzimmer gelegt. Ich bin kein Fan von dauerhaft getrennten Schlafzimmern, aber endlich wieder schlafen zu können war wirklich eine wahre Wohltat! Kann nur jedem, der unter Schlafstörungen leidet, raten sich Hilfe zu holen!