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Wie erkennt man ...?Eisenmangel: Müdigkeit kann Anzeichen dafür sein

Erschöpfung, Müdigkeit, Abgeschlagenheit: Eisenmangel ist häufig die Ursache. Ob man selbst darunter leidet und warum man nicht einfach ohne Rücksprache mit dem Arzt Eisentabletten einnehmen sollte. Details gibt's beim Info-Bus am 26. 11. 2019, der durch fünf Bundesländer Österreichs tourt.

Müde? Eisenmangel könnte die Ursache sein © (c) Wayhome Studio - stock.adobe.com
 

Viele Österreicher klagen über starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit - laut einer Umfrage von Marketagent.com nahezu die Hälfte der Bevölkerung. Öfter betroffen seien Frauen (mehr als 60 Prozent), aber auch jeder zweite Mann kennt Symptome, die auf Eisenmangel hindeuten können. Nur rund ein Viertel der Betroffenen konsultiert deswegen einen Arzt, erläuterten Mediziner am Montag in Wien.

Chronische Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Schlafstörungen: die gravierendsten Symptome von Eisenmangel ähneln jenen einer Depression, deuten aber auch auf Schilddrüsenprobleme hin. Häufigste Ursache ist allerdings Eisenmangel, der sich auch durch Haarausfall, brüchige Nägel und Blässe manifestieren kann.

Es stehen gut wirksame Therapien zur Verfügung - in knapp einer dreiviertel Stunde kann via Eiseninfusion ein nicht selten über Jahre schleichend entstandener Mangel behoben und die Lebensqualität sprunghaft verbessert werden. "Das ist die schönste Therapie, die wir anbieten können" meinte Internist Bernhard Angermayr. Müdigkeit sei kein Schicksal - und kann nicht immer "ausgeschlafen" werden. Allerdings können viele erhebliche Gesundheitseinschränkungen oft schnell, effizient und mit wenig Nebenwirkungen behoben werden, erläuterte die Allgemeinmedizinerin und Eisenexpertin Doris Gapp.

Keine gezielte Therapie

Laut Umfrage wurde zwar bei 60 Prozent der Patienten, die einen Arzt aufsuchten, eine Blutabnahme mit Bestimmung des Eisenwertes durchgeführt, die wenigsten erhielten aber eine gezielte Eisenmangeltherapie. Verabreicht man Eisen oral, werden bis zu 90 Prozent wieder ausgeschieden.

Außerdem nehmen nur weniger als die Hälfte der Patienten verordnete Tabletten oder Kapseln ausreichend lange und regelmäßig, was für einen Ausgleich des Mangels aber zwingend erforderlich wäre. "Diese Medikamente führen häufig zu einer Dunkel-Verfärbungen des Stuhls, Übelkeit oder Verstopfung und viele Patienten brechen deswegen die Einnahme vorzeitig ab. Außerdem sollten sie auf nüchternen Magen eingenommen werden und gewisse Lebensmittel vermindern die Aufnahme.

Info-Bus: die Termine

26.11.2019 Graz - Europaplatz - mit Dr. Yvonne Rottensteiner

27.11.2019 Klagenfurt - Alter Platz, Heuplatz - mit Dr. Angelika Stöckl-Diem

28.11.2019 Linz - Hauptplatz Ost, Pestsäule - mit Dr. Bernhard Robl

29.11.2019 St. Pölten - Riemerplatz

30.11.2019 Wien - Meidlinger Hauptstraße vor der Hausnummer 84 - mit Dr. Christian Schuberth.

Haarausfall als Symptom

Derzeit mangle es aber vor allem am Bewusstsein, dass Erschöpfung ein Krankheitssymptom sein kann und mit Medikamenten behandelbar ist. Das zeige auch die Studie: Mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) gab an, zusätzlich von Konzentrationsschwäche betroffen zu sein. Dazu kommen Haarausfall (22 Prozent), brüchige Nägel (18 Prozent) und blasse Haut (10 Prozent). Trotzdem konsultiert nur rund ein Viertel einen Mediziner. Die Mehrheit auf "selbst verordnete" Maßnahmen wie frische Luft (58 Prozent), mehr Schlaf (49 Prozent), mehr Obst und Gemüse (35 Prozent) oder die Einnahme von Vitaminpräparaten (31 Prozent).

Die OGAM (Österreichische Gesellschaft für ambulante Medizin) tourt ab Dienstag mit einem Bus voller Informationen und Experten durch fünf Bundesländer. In Graz, Klagenfurt, Linz, St. Pölten und Wien Eisenmangel bieten die Experten kostenlose Beratung, Tests und Zugang zu einem lokalen Eisenexperten.

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Danke für Ihr Verständnis.

Elisinger
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ja eisenmangel ist nicht selten...

...und sollte unbedingt behandelt werden. Er kann aber auch sehr leicht beim Hausarzt erkannt werden, der kann dann auch gleich ein passendes Präparat empfehlen. Erschöpfungszustände können aber auch andere Ursachen haben. Hier kann oftmals auch das Herz-Kreislauf-System schuld sein und das sollte auch ärztlich abgeklärt werden, bevor man etwas übersieht. Ich spreche da aus Erfahrung, denn ein Familienmitglied hatte starke Erschöpfungserscheinungen aufgrund eines schwachen Kreislaufs. Er hat dann vom Arzt den Tipp mit einem präparat, das Weißdorn enthält, bekommen und hat gute Erfahrungen mit Crataegutt gemacht. Was einem jetzt genau hilft gegen Erschöpfung, das muss jeder für sich einmal herausfinden und seine Erfahrungen machen. Ursachenforschung ist da mal die oberste Priorität.

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