AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

LiebeskummerHerzschmerz ist keine schnelle Nummer

Aus, Schluss, vorbei: Liebeskummer ist ein existenzieller Schmerz. Doch der Weg vom Scherbenhaufen bis zum Neuanfang stärkt auch die Beziehung zu sich selbst.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Hands sewing broken heart with needle and thread
Ehen wurden laut Statistik Austria im Jahr 2018 in Österreich geschieden. Die Ehedauer hat im Schnitt 10,6 Jahre betragen. Mit 46,7 Prozent war die Scheidungsrate in Wien am höchsten © (c) Getty Images/fStop (Malte Mueller)
 

Schmerz, lass nach: Wenn eine Beziehung zerbricht, tut es ihr das Herz oft gleich. Eine Trennung reißt vielen Menschen den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen weg. Eine Gebrauchsanleitung für den Umgang mit dem Schmerz gibt es nicht. Jeder Mensch trauert anders. Manch einer kommt schnell über das Ende einer Beziehung hinweg. Andere werden von tiefer Trauer ereilt.

Wer scheitert, der schweigt: Als Erwachsener offen über Herzschmerz sprechen? Für viele undenkbar. Birgit Maurer ist Psychotherapeutin. In ihrer Praxis berät sie seit 2008 Menschen mit Liebeskummer. Sie sagt, das Thema sei sehr mit Scham behaftet. Obwohl Liebeskummer das Wohlbefinden stark beeinträchtigt, hätten viele ein Problem, offen damit umzugehen. Es sei ihnen schlichtweg peinlich. Dabei ist gerade die „Peinlichkeit“ Maurers Lieblingswort. Verstecke sich darin ja auch die Pein, also das Leid. Und das kann unfassbar groß sein.

Was Liebeskummer mit uns macht

Wer Liebeskummer hat, der leidet oft auch körperlich. Die Symptome sind vielfältig: Appetit- und Schlaflosigkeit, das Gefühl von Schwäche, Kopfschmerzen oder Unwohlsein. Einige bleiben in sich gekehrt, wählen die soziale Isolation. In der Schule oder im Arbeitsleben kommt es zum plötzlichen Leistungseinbruch. Aber warum? „Wir sprechen hier von einem existenziellen Schmerz“, erklärt die Psychotherapeutin. Wer sich trennt, verliert nicht nur den Partner. Alles beginnt sich zu verändern. Ganze soziale Gefüge zerbrechen. Familiäre Verflechtungen, Gemeinsamkeiten und Rituale gehen verloren.

Kommentare (1)

Kommentieren
tenke
0
8
Lesenswert?

Beziehungsmuster erkennen.

Schön und gut. Aber deshalb ändern sich diese Beziehungsmuster trotzdem nicht! Egal ob die Beispielfrau immer - natürlich unbewusst - zu gewalttätigen Männern oder vielleicht zu viel älteren Männern hingezogen wird, auch das Bewusstsein darüber wird daran niemals etwas ändern können.

Antworten