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Muttertag Barbara Sima-Ruml: "Ich will unbehindert Mutter sein"

Barbara Sima-Ruml über ihr Leben als Mutter im Rollstuhl: Zwischen Ängsten, Stolz, Wut und der täglichen Herausforderung, sich outen zu müssen, ohne es zu wollen.

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Barbara Sima-Ruml mit ihren beiden Kindern © Jürgen Fuchs
 

"Ich erkenne in meinem Gegenüber oft Unsicherheit im Umgang mit mir, auch Mitleid, obwohl beides unangebracht ist. Manchmal lächle ich in so einer Situation das Absurde einfach weg. Manchmal macht es mich auch einfach nur traurig und wütend. In so einer Situation befand ich mich damals am Jugendamt, hochschwanger. Das Gebäude war nur eingeschränkt barrierefrei und die Dame hinter dem Schreibtisch mir eher nicht wohlgesinnt. „Aber“, sie presste die Lippen aufeinander und tischte mir einen Mitleidsblick auf, „jetzt sind Sie eh schon schwanger, jetzt müssen wir auch schauen, wie wir das hinkriegen, net woahr?“ Sie implizierte damit mehrere Dinge, nämlich, dass ich, erstens, zu dumm gewesen wäre zu verhüten, wenn ich schon, zweitens, unbedingt ein normales Eheleben, mit allem was dazugehört, habe führen wollen. Mit diesen zwei Dingen implizierte sie aber noch ein ganz subtiles drittens, nämlich, was das nun alles kosten wird, weil ich mir einbilde, unbedingt auch Mutter sein zu wollen und diese Aufgabe als Frau im Rollstuhl natürlich nicht ohne Hilfe werde bewältigen können. Hätte es da nicht eine ganz einfache Lösung dafür gegeben?

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