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Psychologin erklärtWarum der Valentinstag Konfliktpotenzial bietet

Warum es um Zuwendung und nicht um Konsum gehen sollte und warum man über Wünsche offen sprechen sollte.

Konflikte zum Valentinstag
Konflikte zum Valentinstag © olly - Fotolia
 

Am Valentinstag haben vor allem Frauen hohe Erwartungen - die auch vom Handel unterstützt werden. Man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass der Valentinstag "der Tag der Liebe und nicht des Konsums ist", sagte Birgit Maurer, Psychologin der "Liebeskummerpraxis Wien". Sie sieht in dem Tag ein schönes Ritual, das der Beziehung diene, jedoch viel Konfliktpotenzial berge.

Maurer warnte insbesondere vor Vergleichen mit Freunden und Bekannten, denn: "Vergleiche führen zur Verzweiflung". Anstatt zu schauen, was die beste Freundin zum Valentinstag geschenkt bekommen habe, solle man sich lieber auf die eigene Beziehung konzentrieren. Und das gelte nicht nur für den Valentinstag. Als "schöne Idee mit viel Konfliktpotenzial" bezeichnet Maurer den Valentinstag. Die Psychologin kritisiert, dass oft der Kommerz vor Liebe und Zuwendung in den Fokus gerate.

Denn was habe ich von einem Mann, der mir von seiner Sekretärin einen Blumenstrauß bestellen lässt, aber das restliche Jahr keine Zeit für mich hat?

Birgit Maurer, Psychologin

Zuwendung und Zärtlichkeit

Wichtig seien laut Maurer "Zeit zu zweit, Zuwendung und Zärtlichkeit". Dabei gehe es vor allem um das tägliche Miteinander. "Denn was habe ich von einem Mann, der mir von seiner Sekretärin einen Blumenstrauß bestellen lässt, aber das restliche Jahr keine Zeit für mich hat?", brachte Maurer die Problematik auf den Punkt. Sie befürwortet nicht-materielle Geschenke, beispielsweise Gutscheine für Ausflüge: "Zeit hat mehr Wert als Geschenke."

Die Klinische- und Gesundheitspsychologin Regine Daniel warnt sowohl Frauen als auch Männer davor, sich zu sehr unter Druck zu setzen: "Die Frau fühlt sich ungeliebt oder zweifelt an sich, wenn sie kein Geschenk bekommt. Der Mann hat Angst, zu wenig bieten zu können oder etwas falsch zu machen." Daniel empfiehlt Paaren zudem, die Beziehung nicht nur am Valentinstag zu messen.

"Keine hellseherischen Fähigkeiten"

Wer auf der Suche nach Geschenken ist, dem rät Maurer zur Kommunikation - miteinander und übereinander. Zuhören sei der Schlüssel zum richtigen Geschenk. Frauen würden oft beiläufig erwähnen, was ihnen gut gefalle, meinte die Psychologin. "Der Partner kann sich die subtilen Geschenktipps dann gleich notieren", riet Maurer.

Blumen: Blumenfarben und ihre Bedeutung

Orange Blumen: Sie symbolisieren Ausdauer und sind deshalb als Mitbringsel bei Krankenbesuchen geeignet.
(Tipps vom Profi: So bleiben Blumen lange frisch)

Rosa Blumen: Sie sind ein Symbol der Weiblich- und Zärtlichkeit sowie aufkeimender Gefühle. Am besten machen sie sich als Geschenk bei Geburten oder Verlobungen.

Rote Blumen: Sie stehen für Liebe, Romantik, Lebensfreude, Energie und Tatendrang. Sie eignen sich für Liebesgeständnisse.

Gelbe Blumen: Sie sind für den Geschäftsalltag geeignet und stehen für Offenheit.

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Um enttäuschten Erwartungen am Valentinstag vorzubeugen, solle man im Vorfeld über die jeweiligen Wünsche sprechen. Gerade Frauen sollten dabei nicht auf "hellseherische Kräfte" ihres Partners hoffen, sondern ehrlich über Erwartungen an den Valentinstag sprechen.

Laut einer Umfrage des Online-Partnervermittlungsportals Parship hat beinahe jeder dritte Österreicher keinen Partner. Für diese 28 Prozent Singles kann der Valentinstag oft eine unbequeme Erinnerung an das eigene Alleinsein darstellen. Aber das sei noch lange kein Grund zum Verzweifeln, sagte Caroline Erb.

Sie ist Psychologin bei Parship und empfiehlt allen Partnersuchenden "offen, authentisch und locker" zu sein und mögliche Zurückweisungen nicht persönlich zu nehmen. Wichtig sei vor allem, "aktiv etwas für sein Glück zu tun - online wie offline". Man solle auf den anderen zugehen: "Auch bei Partys oder Vernissagen kann man auf Mr. oder Mrs. Right treffen".

Kommentare (2)

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Eltern
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Trara

Also, da muss man nicht Psychologie studiert haben um zu erkennen, dass es beim Valentinstag nur mehr um den Kommerz geht und der eigentliche Sinn verloren gegangen ist.
Dieses ganze Trara um den Valentinstag verdanken wir nur dem Handel, der Gastronomie. Es wurde ein weiterer "TAG" geschaffen, an dem man schenken soll/muss. Wenn man sich diesem Diktat unterwirft, ist man selbst schuld. Und wenn man als Beweis für die Liebe ein Geschenk braucht, ist man unfähig an die Liebe zu glauben.
Ach übrigens, es gibt auch Gottesdienste für Liebende am Valentinstag. Das wissen vielleicht nur wenige. Kein Wunder, diese Gottesdienste sind kostenlos und es wird keine impertimente Werbung gemacht.

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pppp54
2
10
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Also da brauchen wir auch

keinen speziellen Gottesdienst! Da vergöttern wir uns beide, beten uns an und sind Gott, dem Universum oder sonst wem dankbar, dass wir uns haben👍😍😍😍😍😃😃

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