Wir haben zwei Ideen, wie Sie in Bewegung kommen. Eine Möglichkeit ist, dass Sie sich zusammensetzen. Schließen Sie kurz die Augen und spielen Sie in Gedanken folgende Varianten durch. Was ist in fünf, zehn oder 15 Jahren, wenn wir uns trennen? Was, wenn wir zusammenbleiben? Nehmen Sie nicht nur Ihre Gedanken, sondern auch Ihre Gefühle wahr, hören Sie auf Ihren Körper. Oft bringt das schon eine erste Antwort.

 

Sabine und Roland Bösel
Sabine und Roland Bösel, Kontakt unter www.boesels.at
© (c) Christian MUELLER (Christian MUELLER)

Die zweite Möglichkeit ist, eine Art Verhaltensforschung zu betreiben: Kennen Sie den Zustand des Stillstands von Ihren Eltern? Wie haben Ihre Eltern Beziehung gelebt? Wen kopieren Sie, Ihre Mutter oder Ihren Vater? Unsere Eltern sind das erste Liebespaar, das wir erleben, daher übernehmen wir von ihnen unbewusst viele Verhaltensweisen. Wenn Sie hier fündig werden, entdecken Sie die Ursachen, warum Sie als erwachsener Mensch Vater oder Mutter kopieren. Hinterfragen Sie kritisch: Wie könnte ich dieses Verhalten ändern, sodass es mir und unserer Beziehung guttut? In unserer psychotherapeutischen Praxis ist es oft eine ziemliche Herausforderung, zu erleben, dass Paare scheitern, weil sie im kopierten Verhalten festgefahren sind. Ein Sich-bewusst-Machen ist der erste entscheidende Schritt, um aus diesem Stillstand herauszukommen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner. Vielleicht ist er ja genauso ambivalent und froh, wenn Sie mit diesen neuen Gedanken für frischen Wind sorgen. Möglicherweise hilft Ihnen auch eine professionelle Paarbegleitung in Form von individuellen Sitzungen oder auch in einem Paarworkshop, in dem Sie Antworten bekommen können, die Ihnen die nächsten Schritte in Ihrer Beziehung weisen.