Im Advent werden nicht nur die ersten Lichterketten oder Kerzen hervorgekramt, sondern auch wieder die Rezeptbücher gewälzt. Womit beginnen? Mit den Linzeraugen, Vanillekipferln, Zimtsternen oder doch gleich mit den samtig-feinen Rum-Monden? Bei all der Vorfreude will man es fast gar nicht wahrhaben, aber schon eine unbedachte Wahl der Zutaten kann auch beim Weihnachtsgebäck zu unerwünschten Schadstoffen führen, die gesundheitlich bedenklich, wenn nicht sogar krebserregend sind.

Aber keine Angst, damit Sie Ihre Kekse auch heuer möglichst sorglos genießen können, hat die Arbeiterkammer Oberösterreich einige praktische Tipps zusammengestellt und erklärt, warum man beim Abrieb am besten zu Bio-Zitronen greifen sollte oder beim Zimt den Ceylon-Zimt bevorzugen sollte. Aber auch beim Backen selbst gibt es für kleine und große Kekszauberer einiges zu beachten, damit Vanillekipferl und Co. dann auch richtig gut schmecken.

Pestizide und Wachse

Biozitronen verwenden.
Geriebene Zitronenschalen gehören bei vielen Keksen zu den Zutaten. Beim Kauf von Zitronen sollte man daher auf die Kennzeichnung achten, damit keine Pestizide, Wachse oder Konservierungsmittel in das Weihnachtsgebäck geraten.
Tipp: Am besten Bio-Zitronen kaufen. Sie dürfen nicht gespritzt, künstlich konserviert oder gewachst werden. Vor dem Abreiben heiß abwaschen.

Schadstoff Acrylamid

Zu große Hitze beim Backen vermeiden.
Beim Backen von Keksen kann der Schadstoff Acrylamid entstehen. Die WHO hat es als „wahrscheinlich Krebs erregend“ eingestuft. Es hat sich gezeigt, dass die Bildung von Acrylamid bei Temperaturen von über 120 Grad Celsius
beginnt und ab 170 bis 180 Grad sprunghaft ansteigt.
Tipp: Herd auf maximal 180 Grad mit Umluft und 200 Grad ohne Umluft stellen.

Cumarin-Gehlt

Ceylon-Zimt beim Backen mit Kindern bevorzugen.
Der Ceylon-Zimt (links) stammt vom Ceylon-Zimtbaum aus Sri Lanka oder Madagaskar und hat ein feines, zurückhaltendes Aroma. Im Handel gibt es aber auch den Cassia-Zimt (rechts). Dieser stammt aus Indonesien oder China. Beide Gewürze enthalten den natürlichen Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosierungen Leberschäden verursachen kann. Bei Cassia-Zimt ist der Cumarin-Gehalt jedoch bedeutend höher. Tipp: Wer viel mit Zimt bäckt oder Kinder hat sollte daher lieber Ceylon-Zimt bevorzugen.

Krebserregende Substanzen

Vorsicht bei Margarine:
Bei der Raffination der in Margarine enthaltenen pflanzlichen Fette (Palmfett) können geringe Mengen an eventuell erbgutschädigenden beziehungsweise krebserregenden Substanzen (Glycidyl-Fettsäureester sowie 3- und 2-Monochlorpropandiol) entstehen.
Tipp: Bio-Margarine verwenden oder Marken wählen, die komplett ohne Palmfett auskommen.

Schimmelgifte

Nüsse im Ganzen kaufen.
Geriebene Nüsse sind äußerst praktisch, neigen aber zu raschem Verderb. Da man Schimmelgifte oder Ranzigkeit nicht sehen kann, sollte man schlecht schmeckende oder riechende Nüsse immer wegwerfen.
Tipp: Nüsse im Ganzen kaufen und selbst mahlen. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß können sie im Kühlschrank bis zu vier Wochen halten.