Mondphasen„Mondkalender hat mit Horoskop nichts zu tun“

Wer die Phase des abnehmenden Mondes für Entschlackung nutzt, folge einem natürlichen Rhythmus, ist Mond-Autor Manfred Neuhold überzeugt. Soeben hat er seinen Mondkalender für 2022 veröffentlicht.

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In der Landwirtschaft spielte er immer schon eine große Rolle: der Mond
In der Landwirtschaft spielte er immer schon eine große Rolle: der Mond © Balazs Kovacs Images - stock.ado
 

Herr Neuhold, Sie haben soeben Ihren Jubiläums-Mondkalender herausgebracht. Seit einem Vierteljahrhundert beschäftigen Sie sich Jahr für Jahr mit dem Mond, berechnen die Zyklen und Sektoren der Sternbilder und geben daraufhin Ihre Empfehlungen. Hat sich in diesem Vierteljahrhundert etwas an Ihrer Einstellung zum Einfluss des Mondes verändert?
Manfred Neuhold: An der Einstellung an sich hat sich nichts geändert, aber am Wissen. So manches, was vor Jahrzehnten reines Erfahrungswissen war, ist inzwischen wissenschaftlich zumindest teilweise begründet. Bahnbrechend war in dieser Hinsicht die beispielhafte Mondholz-Studie der ETH Zürich, bei der mehrere Disziplinen fachübergreifend über mehrere Jahre zusammengearbeitet haben. Aber auch in der Quantenphysik, speziell der Quanteninformation, gibt es in letzter Zeit vielversprechende Ansätze. Was man früher pauschal als „kosmische Strahlung“ zusammengefasst hat, ist aus der Perspektive der Quanteninformation wesentlich mehr als bloß „Strahlung“. Und der Mond vor den einzelnen Sternbildern ist eine Art Zeiger für den Bereich des Kosmos, den Sektor, aus dem die spezifischen Impulse kommen.

Welche Rolle spielt dabei das Wasser?
Als Medium für diese Impulse und Informationen dient das Wasser. Ohne Wasser gibt es keine Mondeinflüsse – oder bloß die Gravitation des Mondes.

Mondpaket 2022

Ein Jubiläum feiert heuer Manfred Neuhold. Seit einem Vierteljahrhundert verfasst er bereits den Mondkalender, der soeben für 2022 erschienen ist. Paket mit Pultkalender, Jahrbuch, Taschenkalender exklusiv für den Vorteilsclub um 10,90 Euro.
In Büros der Kleinen Zeitung und auf
shop.kleinezeitung.at


Viele schütteln den Kopf über Ratschläge in Mondkalendern. „Esoterischer Schwachsinn“ zählt noch zu den höflichsten Kritiken. Haben Sie jemals einen Kritiker überzeugen können?
Gar so viele sind das nicht, eher schon eine Minderheit. Wer tatsächlich von „esoterischem Schwachsinn“ redet, hat sich nicht die Mühe gemacht, sich mit dem Thema zu befassen.

Sie sind davon überzeugt, dass Entschlackungskuren oder Diäten weit größeren Erfolg haben, wenn man sie bei abnehmendem Mond ausführt. Warum?
Unsere Körper bestehen zum überwiegenden Teil aus Wasser. Das Wasser aber ist der Träger für die verschiedensten Impulse, die wir als Mondeinflüsse wahrnehmen. In der Zeit des zunehmenden Mondes ist alles in der Natur – unser Körper gehört auch dazu – auf das Ansammeln und Aufbauen ausgerichtet. Bei abnehmendem Mond dagegen auf Bereinigen und Ausscheiden. Wer also die Phase des abnehmenden Mondes für Entschlackung nutzt, folgt einem natürlichen Rhythmus.

Sie behaupten, dass man an Fisch- und Krebstagen nicht die Haare waschen sollte, wenn man Schuppenbildung vermeiden möchte. Könnte da nicht ein Placebo-Effekt und weniger der Mond mitspielen?
Ich selbst behaupte nichts, ich gebe nur gesammeltes Erfahrungswissen weiter. Gerade was Schuppenbildung betrifft, bekomme ich immer sehr positive Rückmeldungen. Es funktioniert und das ist wichtig. Ob Mondeinfluss oder Placebo-Effekt ist weder feststellbar noch von Bedeutung.

Wie erklären Sie einem Laien, wie Sie das jahrtausendealte Wissen nutzen und mit Ihren Daten für 2022 verbinden können?
Wer über lange Zeit hinweg die Erfahrung gemacht hat, dass Bohnen besser wachsen und weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind, wenn man sie zu einem bestimmten Zeitpunkt im Mondzyklus setzt und pflegt, wird aus dieser Erfahrung heraus und seinen Bohnen zuliebe immer wieder diesen Zeitpunkt wählen. Meine Aufgabe dabei und die Verbindung zum Erfahrungswissen ist, diese Zeitpunkte im Mondkalender aufzulisten.

Verraten Sie uns, was Sie von Horoskop-Experten halten?
Astrologie und Horoskope haben mit dem Mondkalender nichts zu tun. Natürlich werden auch von den Astrologen die Positionen der Sternbilder berechnet. Was ich aber im Zusammenhang mit der Astrologie sagen möchte: Astrologen sind keine Wahrsager oder Hellseher, sie sagen keinesfalls die Zukunft voraus! Was die Astrologie bietet, ist das Hinweisen auf Dispositionen und Konstellationen innerhalb bestimmter Zeitphasen. Horoskop heißt ja „in die Stunde schauen“, es geht um die Zeitqualität an sich.

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