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Tipps vom Profi So werden Sie ein guter Märchenerzähler

Ein kleines Plädoyer für die Kunst des Märchenerzählens, wie man dabei die eigene Seele zum Klingen bringt und andere zu begeisterten Zuhörern macht. Märchenerzähler Frederik Mellak erklärt, worauf es ankommt.

© (c) pathdoc - stock.adobe.com
 

Was einen guten Märchenerzähler ausmacht, müsste bei Frederik Mellak eigentlich wie aus Pistole geschossen kommen. Schließlich ist der Steirer seit 30 Jahren professioneller Märchenerzähler. Aber er weiß um die Gefahr, mit diesem Beruf schnell einmal als netter Märchenonkel für Kinder belächelt zu werden. Und ihm ist bewusst, dass mittlerweile oft sogar schon Kinder das Märchen als Lügerei abtun. Dabei ist das ein grobes Missverständnis einer Kunst, von der die Menschen gerade in Krisenzeiten profitieren könnten. „Märchen erzählen von der Innenseite des Lebens, und dort gelten andere Gesetze als in der materiellen, äußeren Welt“, sagt Mellak, der sich schon als Jugendlicher im genauen Hinschauen auf die Dinge und das Leben geübt hat, wie er sagt.
Mellaks persönliche Entdeckungsreise in eigene Seelenlandschaften begann mit Fotografie und dem Schreiben von Gedichten. Nach einem abgeschlossenen Germanistik-Studium suchte er nach Wegen, Sprachkunstwerke zum Leben zu erwecken. „Die innere Welt, die Fantasie, kennt nicht die Grenzen der äußeren Welt. Da sprechen Bäume, man begegnet Riesen und Ungeheuern, Tiere sind weise Ratgeber“, erzählt Mellak. „Wer in seine innere Welt eintaucht, dort, wo auch die Märchen zu Hause sind, erlebt starke Gefühle, besteht Abenteuer und bekommt die Gelegenheit, seelisch zu reifen. Märchen erzählen von inneren Welten mit Bildern aus der äußeren Welt.

Kommentare (1)
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tenke
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5
Lesenswert?

Schön,

die Nashorn-Geschichte!