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Mutter klagt an"Werden von Menschen regiert, die unsere Lebensrealität nicht kennen"

Um der Sache zu dienen, bleiben wir natürlich zu Hause. Aber vor allem Eltern fragen sich immer öfter: Warum werden unsere Kinder in dieser Krise nur als Virenschleudern gesehen? Und wieso haben die Entscheidungsträger das Wohl von 1,72 Millionen Kindern und Jugendlichen so gar nicht auf dem Schirm? Ein Essay.

Busy mother with baby
Mutteralltag zwischen Homeoffice, Kinderbespaßung und Durchhalteparolen der Politik © fotolia
 

Natürlich bleiben wir zu Hause. Natürlich machen wir Homeoffice, kochen, putzen, kaufen für Oma ein und unterrichten und betreuen unsere Kinder und Jugendlichen, und halten sie von ihren Freunden fern! Da können sie noch so heulen und es an uns auslassen. Wir sind ja keine „Lebensgefährder“.

Kommentare (51)

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Apulio
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Lebensrealität

war auch bei uns kein Maturafach.

Ka.Huber
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Was können Segelflieger, Golfer und Reiter dafür

dass die Dame mit der Betreuung ihrer Kinder überfordert ist und auch ohne Putzfrau auskommen muss ?

badteacher
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Welche üben Sie aus? 🏌️‍♂️🏇🛩️

Ka.Huber
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Ich habe

eine Putzfrau.

MartinBaeck
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uns geht bald die Luft aus...

Viele Passagen dieses Textes wiederspiegeln den Alltag genau jener Familien, wo Eltern zur Wertschöpfung im Land betragen (in der Vergangenheit, JETZT und in der Zukunft) - Homeoffice bedeutet derzeit auch oft viele Mehrstunden um die Zukunft des Arbeitgebers & österreichischen Steuerzahlers zu erhalten, Homeschooling bedeutet stundenlanges Ausdrucken, Verstehen, Korrigieren und Einscannen von Arbeitsaufträgen (weil das Volksschulkind das halt alleine nicht kann), die Familienversorgung bedeutet mehr Zeit zum Einkaufen und Kochen für die Lieben - das machen wir gerne zum Wohle unserer Risikogruppen, aber es ist extrem anstrengend und man braucht kein Wissenschaftler zu sein, um sich die vielen Arbeitsstunden auszurechnen. Viele Eltern sind überfordert, müde, knapp vorm Burnout . Und die Ideen unseres Bildungsministers gehen an der Realität vorbei und sind unklar: wieder nur Halbtagesunterricht (dh keine Entlastung bei der Versorgung und Organisation der Arbeitszeiten), das Streichen der Fenstertage (ist Ihnen eigentlich klar, wie sehr wir genau diese unterrichslosen Zeiten jetzt brauchen). Ich würde den Herrn Minister gerne einladen, für 6-8 Wochen neben seinem Job zwei bis drei Kinder im Homeoffice zu betreuen und nebenher die Vollverpflegung von der Familie zu übernehmen.. mal schauen, ob er dann kreativere, familienfreundlichere Ideen hat. Auf die Einhaltung der Lehrpläne pfeiff ich schon lang, das ging von Anfang an völlig realitätsfremd an der Krisensituation vorbei...

unfassbar
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Liebe Mutter....,

dann bitte rasch Deinen vernünftigen Vorschlag der
Kinder und Ältere und überhaupt alle schützt, der die
Kinderbetreuung übernimmt, der den Schulalltag gleich
weiterlaufen lässt, der die Wirtschaft nicht beeinträchtigt und der Freizeit zugesteht usw....

Warte auf die Antwort:

MichaelaAW
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Ohne Putzfrau, Kantine und Oma

wie halt sonst auch!

untertweng
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Gleichberechtigung juhuu

Ich les dauernd Texte von überforderten Müttern - die jetzt Job/Kids unter ein Dach bekommen müssen -'wtf wie viele alleinerziehende oder zumindest in Doppelresidenz lebende Väter gibts da draußen die genau das selbe erleben! Und meistern - und auch hier typisch österreichisch sudern - klar is so a Krise zach - aber für mich persönlich / work live balance und die Zeit mit den Kids ohne! Handy und alles gleich sofort - ist die wohl geilste Zeit meines Lebens! Mir taugts

tannenbaum
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Man

sollte solche Unbedarften halt nicht wählen! Wenn’s zu spät ist hilft jammern auch nicht mehr!

kcandussi
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????

Geht‘s noch dümmer??

lieschenmueller
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@kcandussi

So eine Frage kann man nur stellen, wenn man sich als Maß aller Dinge ansieht.

Menschen haben unterschiedliche Persönlichkeiten und natürlich auch deren Kinder.

Was für die Einen kaum belastend ist, zieht den Anderen herunter.

Die Zeiten sind nicht leicht, auch wenn sie kein Weltuntergang sind. Und es tut gut, seine sich bedrückend anfühlenden Gefühle äußern zu können. Man fühlt sich hinterher etwas besser und sieht, dass es nicht einem allein so geht.

Nur weil vielleicht Sie und da lasse ich das vielleicht weg, mich nicht in diesem Ausmaß betrifft, wer bin ich, die Schreiberin als dumm abzukanzeln? Und sie hat es auch noch ironisch rüber gebracht in ihrer Essay.

Mein Graz
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@kcandussi

Ja. Sieht man an deinem Kommentar.

Silvia1962
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Grosseltern

Wie geht es Grosseltern? Ich bin Oma einer 3jährigen Enkelin. Mir geht es schrecklich das ich sie nur aus der Ferne oder am Handy sehen kann? Ich würde sie so gern knuddeln usw., darf ich aber in absehbarer Zeit nicht. Auch meine Töchter darf ich nicht drücken. Wie geht es euch dabei? Wie geht ihr damit um?
Passt zwar nicht ganz zum Artikel aber ist auch ein Problem.

Mein Graz
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@Silvia1962

Auch wir haben Kinder und ein Enkelkind. Klar würden wir uns wünschen sie in den Arm nehmen zu können, es geht halt zur Zeit nicht, und das akzeptieren wir.

Was uns in dieser Situation aber unendlich freut: wir spüren, wie unsere Kinder um uns besorgt sind. Jetzt ist die Zeit in der wir das zurück bekommen was wir ihnen gegeben haben: Liebe, Verständnis, Sorge um das Wohl.

Und damit kann ich gut leben. Es kommt auch wieder die Zeit, wo man sich körperlich nahe sein kann - jetzt ist die Zeit, in der man Liebe spürt.

Silvia1962
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Mein Graz

Wir müssen es akzeptieren ob wir wollen oder nicht.
Aber es fällt schwer.
Unsere Kinder waren auch vorher um uns besorgt und wir um sie. Es gab und gibt immer ein enges Verhältnis. Meine Tochter mit Enkeltochter wohnt ganz in der Nähe und wir haben uns fast täglich gesehen und das geht zur Zeit nicht. Wie erklärt man einem 3jährigen Kind das es Omas Hand nicht nehmen darf und Abstand halten muss.

lieschenmueller
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@Sivlia1962

Ich habe meinen Sohn 3 Monate nicht gesehen. Zuerst konnte er nicht, dann kam Corona.

Auf nächste Woche hoffen wir!

Persönlich wirklich schlecht geht es mir damit nicht. Ich weiß, er ist gesund, hat alles was er braucht, ist ein erwachsener Mann und man kann jederzeit zumindest miteinander reden. Und vor allem, er ist nicht in einem Krieg, wo es nicht möglich ist, von ihm zu hören bzw. zu wissen, ob er überhaupt noch lebt. Wie haben das Mütter zu dieser unsäglichen Zeit* ausgehalten? Wahrscheinlich mit dem eigenen Überleben soviel zu tun gehabt, mit dem Gedanken ans ferne Kind sich nur in den raren, ruhigen Minuten zu beschäftigen.

Wenn wir mit Einschränkungen die nahe Zukunft wieder mit allen Familienmitgliedern gestalten können, dürfen wir uns als glückliche Menschen schätzen.

*vor 75 Jahren war sie bald zu Ende, dem sollten wir dankbar gedenken

Silvia1962
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lieschenmüller

Ich drück die Daumen das es in 3 Wochen klappt.

Silvia1962
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lieschenmüller

Sorry sorry ich meinte in 1 Woche

lieschenmueller
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@Sivia1962

Ja, bitte in 1 Woche, also sogar weniger, am 1. Mai!

Zähle schon die Tage.

Und dann geht es bei Ihnen hoffentlich auch wieder mit Tochter und Enkelkind. So eines zu haben ist momentan sicher schön und schmerzhaft zugleich.

Silvia1962
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Lieschenmüller

Danke für die aufmunternden Worte und Ihnen und Ihrer Familie alles Gute auch weiterhin und vor allem gesund bleiben. Ich denke wir schaffen das.

differentialrechnung
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Neue Kategorien für das "Buch der Rekorde"

samt Skala, geordnet nach Einkommens- und Bildungsverhältnissen, Aufenthaltsort, und - selbstverständlich (eigenem) Alter und Anzahl der Kinder -. Variationen zum Thema "wer ist das allerärmste Opfer" und "welche bööööösen Motive haben alle anderen".

saka
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Fühle mich endlich verstanden.

Beim Lesen dieser Zeilen fühlte ich mich endlich verstanden. Natürlich teilweise etwas überzogen und sarkastisch geschrieben, aber der Artikel soll ja zum Nachdenken anregen.

Ich habe schon das Gefühl, dass unsere Kinder und Jugendlichen eine geringe Priorität haben. Alleine die Aussage "Es ist keine Schande ..." zeigt wie viele Gedanken sich unser BK zu diesem Thema macht . Ich wünsche mir, dass unseren Kindern und Jugendlichen bald wieder mehr Freiheiten zugestanden werden.

medikus60
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@saka, ich bin alles andere als ein Kurz-Fan und ich denke es ist in diesem Forum auch bekannt, doch ich versuche objektiv zu sein und in dieser Cause fällt mir keine andere Lösung ein!

Erstens sind wir alle über die Jahrzehnte so verwöhnt, dass müssen wir zugeben. Wenn Großeltern ihre Enkel 1 1/2 Monate nicht sehen soll die Welt zusammenbrechen? Ehrlich die Welt bricht deshalb nicht zusammen. Allerdings will man sich nich vorstellen, wenn der Opa oder die Oma vom Enkerl angesteckt wird und womöglich ....! Alle die sich jetzt "verstanden" fühlen sollten bitte erklären, wie es besser oder anders, aber auch sicher funktioniert hätte. Bin für jeden guten Vorschlag offen. Ich habe keinen gefunden.

schenner80
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Besserwisser

An jene, die jetzt über diesen Text herziehen: Das ist ein Essay (!) einer Schriftstellerin, in der Ironie erfrischend, in der Wortwahl erheiternd und wohl nicht dazu gedacht, eine Diskussion darüber zu entfachen, welche Emotionen Eltern in der gegenwärtigen Situation im Umgang mit ihren Kindern zugestanden werden dürfen und welche nicht. Bleiben Sie also bitte gelassen!

Sam125
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Ohne "Oma ,Putzfrau,Schule UND Schulkantine",wird uns Eltern gerade nicht fad!

Ja,ihr Beitrag zeigt uns allen wiedereinmal was Solidarität den Anderen gegenüber für viele bedeutet,nämlich überhaupt nichts, solange es einem nicht selbst betrifft!Nun kommen diese klugen Sager und Selbstbemitleider daher und stellen in Anbetracht,dass wir die schlimmsten Gefahren die das Coronavirus für die Bevölkerung bedeuten hätte können, erfolgreich abgewehrt haben,mit ihrem offenen Brief daher und stellen alles was WELTWEIT gegen diese Pandemie geschieht in Frage?WIR,die BABYBOOMER- GENERATION haben alles alleine,ohne Putzfrau,Schülerhorde,Schulkantine und mit nur EINEM Karenzjahr nach der Geburt geschafft!Danach mussten die Frauen, sofort wieder ins Volltzeiberufsleben einsteigen,oder OHNE staatliche Unterstützung bei den Kindern daheim bleiben und NUR vom Gehalt des Gatten leben!Die Großeltern haben ausgeholfen, damit die Mütter irgendeiner Arbeit aus Nebeneinkunft nachgehen konnten!Und ihnen sind die paar Wochen selber PUTZEN und die EIGENEN Kinder zu betreuen,schon zuviel!

redbull
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Bisschen komische Vergleiche

Manche haben jetzt eben mehr Zeit, manche weniger. Sauerteig ist übrigens etwas sehr Interessantes. Und das Golfspielen schneller möglich ist als Hundere Kinder wieder gleichzeitig in eine Schule zu schicken, ist logisch.

 
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