Es sollte nicht nur die stillste Zeit des Jahres sein - der Advent gehört außerdem zu den feuergefährlichsten Wochen, weil Kerzen und Teelichter Hochsaison haben. Vier von zehn aller durch offenes Licht und Feuer verursachten Brände entfallen auf die Wochen vor und nach Weihnachten, ist der Brandstatistik zu entnehmen.

Die harmlos wirkenden und heimelig leuchtenden Lichtspender, die in der dunklen Jahreszeit so beliebt sind, werden als Gefahrenquelle unterschätzt. Gerne platziert man sie gleich neben weihnachtlichen – und meist brennbaren – Dekoartikeln, auf Servietten und Tannenzweigen oder am Fenster (Vorsicht: Durch den Luftzug können Textilien in die Flammen geweht werden.) oder in Gruppen, weil sie so besonders hübsch aussehen. Vier schöne, aber gefährliche Dekorationsideen.

Die winzigen Teelichter entwickeln angezündeterweise eine beachtliche Hitze. Damit sie „sauber“ abbrennen können, müssen sie in einem ausreichenden Sicherheitsabstand aufgestellt werden. Wie weit sie voneinander entfernt sein müssen, steht üblicherweise auf der Verpackung. Als Faustregel kann man zehn Zentimeter annehmen. Das ist deshalb so wichtig, weil es in einem Grüppchen von Teelichtern zur schlagartigen Zündung brennbarer Gase oberhalb ihrer Gesamtfläche kommen kann.

Kommt es zu einem Brand, darf man ihn niemals mit Wasser löschen, was bei den meisten von uns der erste Reflex wäre. Üblicherweise werden Teelichter nämlich aus Paraffin hergestellt. Dabei handelt es sich um ein Erdölprodukt, das man wie Öl oder Benzin mit Wasser anfacht, anstatt es zu löschen. Man kann diese Art von Feuer nur mit einer Decke oder einem Feuerlöscher ersticken.

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