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Projekt in Indien zeigtDown-Syndrom oder Autismus: Kinder durch Yoga ruhiger, lernfähiger, selbstbewusster

"Licht für die Welt": Großer Erfolg für inklusive Initiative. Yoga unterstützt bei Down-Syndrom, Zerebralparese, Autismus und intellektuellen Beeinträchtigungen.

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Dass Yoga auf vielerlei Art gesundheitsfördernd ist, belegen mittlerweile zahlreiche Studien. Die Fachorganisation "Licht für die Welt" für Menschen mit Behinderungen hat zusammen mit ihrer indischen Partnerorganisation Shishu Sarothi im November 2018 vor diesem Hintergrund ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem Kinder mit und ohne Behinderungen in Yoga unterrichtet werden.

Ersten Erkenntnissen zufolge reagieren die Kinder sehr positiv. Das Projekt wurde in Guwahahti lanciert, verantwortlich ist die Yoga-Lehrerin Saswati Barman. Sie unterrichtet 139 Schüler, von ihnen haben 13 keine Behinderungen. Die anderen haben das Down-Syndrom, Zerebralparese, Autismus und intellektuelle Beeinträchtigungen. Mit dem Projekt in Guwahati, Hauptstadt des Bundesstaats Assam werden auch Therapieformen wie Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie unterstützt. Die Kinder werden laut "Licht für die Welt" ruhiger und lernfähiger und gewinnen an Selbstvertrauen.

Foto © APA/KALYANIL ODHIA

Barman begann ab 2012 als Folge einer Diagnose auf Angststörung regelmäßig Yoga zu praktizieren. 2018 machte sie dann die Ausbildung zur Yogalehrerin. Während des Trainings war ihr bereits klar, dass sie Kindern mit Behinderungen Yoga beibringen will.

Der Unterricht wurde in sieben Einheiten vorbereitet, die sich nach Alter und geistiger Leistungsfähigkeit der Schüler unterscheiden. Neben dem traditionellen Aspekt des Yoga wie Atmung und Asanas/Haltungen wurden auch viele Achtsamkeitswerkzeuge in die Unterrichtspläne aufgenommen. Gezeigt hat sich bisher, dass sich neben der Lernbereitschaft auch die Flexibilität der Kinder mit Behinderungen verbessert hat und dass sie ein höheres Bewusstsein für ihre Körperteile aufweisen. Sie atmen zudem ruhiger und haben mehr Selbstvertrauen.

Ein wesentlicher Teil des Yoga-Unterrichts sind viele Lieder und Reime für kleinere Kinder. Sie zum Mitsingen zu bringen, hilft bei der Atmung und der Lungenkontrolle, was wiederum für ihre Sprache wichtig ist. Dazu kommen Farb- und Zahlenkonzepte.

Foto © APA/KALYANIL ODHIA

Das Projekt "Inklusives Yoga" ist Teil eines größeren Programms, das bis 2020 läuft. Das auf fünf Jahre angelegte RAISE-Programm (Regionale Aktivitäten zur inklusiven Bildung in Nordostindien) wurde von "Licht für die Welt" und mehreren NGOs ins Leben gerufen, um das Regierungsprogramm zur inklusiven Bildung zu ergänzen.

Spenden an "Licht für die Welt": online unter http://go.apa.at/Mz2TGhdq 

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