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Kindle oder TolinoWelcher E-Book-Reader ist besser?

Als schlanke Reisebegleiter sind E-Book-Reader eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Büchern. Die Arbeiterkammer nahm die Produkte der zwei führenden Anbieter Amazon und Thalia unter die Lupe und ließ "Kindle" im Praxistest gegen "Tolino" antreten.

© (c) giakita - stock.adobe.com (Panfili Gianmaria)
 

Um die Kautent­schei­dung für Konsumenten zu er­leichtern, haben die Kon­sumenten­schützer der Ar­beiter­kammer Oberösterreich den Kindle Paper­white ohne Wer­bung um 139 Euro und den Tolino Vision 4 HD um 159 Euro ge­testet. Hier die Ergebnisse:

Kundenbindung

Der größte Unter­schied zwischen Kindle und Tolino besteht in der Bin­dung an den Händler. Tolino verwendet ein offenes System mit dem E-Book-Standard EPUB. Damit können E-Books auch bei an­deren Händ­lern erworben werden. Über das System „Onleihe“ haben Kon­sumenten die Möglichkeit, digitale Bücher bei Biblio­theken auszuleihen. Das Ausleihen mit gültigem Lese­ausweis der Bibliothek ist kosten­los. 

Kindle verwendet hingegen ein eigenes Datei­format. Auf Amazon gekaufte eBooks können nur mit dem Kindle-Lese­gerät gelesen werden. In anderen Online-Shops er­worbene E-Books müssen zunächst auf das Amazon-Datei­format umge­wandelt werden.

Auflösung, Größe und Gewicht

Der Kindle Paper­white ist etwas breiter und höher und wiegt mit 191 g um 16 g mehr als der Tolino Vision 4 HD. Die Bild­schirm­größen sind jedoch identisch mit be­leucht­barem 6 Zoll Display und einer Auf­lösung von 300 ppi.

Beide Pro­dukte sind wasser­fest (gilt nur für Süß­wasser). Salz- und Chlor­wasser sowie Bade­öle kön­nen bei beiden E-Readern Schaden anrichten. Auf­fällig ist auch, dass bei beiden der Micro-USB-Anschluss frei­liegt und nicht durch eine Gummi­ab­deckung geschützt wird.

Reaktionsgeschwindigkeit

Während der Kindle auch bei schnellen Durch­blätter­manövern zuver­lässig reagiert, ist beim Tolino die Verzöge­rung deutlich erkenn­bar. Auch die im Vision 4 HD neue tab2flip-Funktion (Um­blättern durch Tip­pen auf der Rück­seite des E-Readers) funktio­niert nicht zuver­lässig.

Bei der Display­beleuch­tung punkten beide Reader mit einem guten Kontrast, wobei dieser beim Kindle von den Teste­rinnen als minimal besser empfunden wurde. Selbst bei direkter Sonnen­einstrah­lung ist ein spiegel­freies Lesen auf beiden Geräten möglich. Die auto­matische Display­beleuch­tung von Tolino ist zwar ein nettes Feature, bei manueller Ein­stellung können jedoch oft bessere Ergeb­nisse erzielt werden.

Datenschutz

Der Kindle wird auto­matisch mit dem Amazon-Konto verknüpft, sofern dieser nicht als „Geschenk“ gekauft wird. Er syn­chronis­iert den Lese­fort­schritt mit der Cloud, dadurch hat Amazon Daten über Lese­verhalten, Lese­geschwin­dig­keit, Wort­schatz und Vor­lieben der Konsu­menten. Amazon hat auch die Möglichkeit, eBooks zu aktuali­sieren und zurück­zurufen. 

Beim offenen System Tolino müssen Konsu­menten weniger Daten von sich preis­geben. Die Daten­schutz­bestim­mungen werden hier sehr über­sichtlich und ver­ständlich präsentiert.

Fazit

"Über­legen Sie vor dem Kauf, welche Funk­tionen Ihr E-Book-Reader erfüllen soll und bei welchem An­bieter Sie zukünftig E-Books kaufen können und wollen", raten die Experten der Arbeiterkammer. Die Frage ist: Bevor­zugt man den Kauf bei einem großen Konzern oder lieber bei vielen kleinen Shops?

Kommentare (1)

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styrianprawda
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3
Lesenswert?

Tolino, nein Danke.

Ich hatte die Tolino-App auf meinem Tablet.
Nach einem Update konnte ich alle meine Bücher nicht mehr lesen.
Und der Support von Thalia war unfähig, mir zu helfen.

Nun habe ich die Kindle-App und bin bislang (seit 3 Jahren) zufrieden.

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